Die primitivistischen Momente in der Geschichte und Rezeption des Jazz
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.11.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
238 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640480265
Doch obwohl dies nahelegt, den Jazz als Kultur von "Fremden" zu interpretieren, weist seine Entwicklung Parallelen zum Primitivismus der Klassischen Moderne auf: Die zeitliche Überschneidung des "Jazz Age" mit der Konjunktur primitivistischer Kunst in Europa bietet einen ersten Hinweis; aber auch ästhetische Gesichtspunkte wie etwa die Gestaltung der Plattencover oder Veranstaltungsplakate legen die Annahme von Übereinstimmungen nahe. Nicht zuletzt bewegt er sich schon in seinen Vorformen im Spannungsfeld zwischen Europa und Amerika einerseits und Afrika und Asien andererseits und ist damit, lange vor seiner Blüte Anfang des 20. Jahrhunderts, eine Kultur der Imitation. Primitivitisch wird der Jazz vielleicht auch in dem Moment, in dem er vom weissen Mainstream adaptiert und damit zum Vorreiter des Pop wird.
Bei all dieser Fülle von vagen Anhaltspunkten: Wo kann die Suche nach primitivistischen Momenten in der Geschichte und Rezeption des Jazz nun genau beginnen? Die vorliegende Arbeit möchte dieser Frage in mehreren Schritten nachgehen. Zum einen sollen überblicksartige Betrachtungen aus dem Bereich der Kunsttheorie und der Jazzgeschichte den Gegenstand verständlicher machen, andererseits werden Einblicke in Rhythmustheorie und Rezeptionsgeschichte helfen, das europäische im Jazz genauer zu lokalisieren.
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