The Life and Work of Friedrich Wöhler (1800-1882)
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
18.01.2005
Verlag
Traugott Bautz eBooksSeitenzahl
495 (Printausgabe)
Dateigröße
5125 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783869453149
Als Band 2 Edition Lewicki-Büttner liegt eine Biographie des Chemikers Friedrich Wöhler aus der Feder des englischen Wissenschaftshistorikers Dr. Robin Keen vor. Diese bisher umfassendste Biographie Wöhlers ist zugleich eine ausführliche Darstellung seines wissenschaftlichen Werks. Das Buch ist eine überarbeitete und erweiterte Fassung einer Ph.D. Thesis des Autors, die unter der Leitung von Prof. William A. Smeaton am University College London entstand. Es wurde in die Editionsreihe aufgenommen, da es bisher noch keine systematische Darstellung des grossen wissenschaftlichen Werks von Friedrich Wöhler gibt. Die Arbeit basiert auf umfangreichen Quellenstudien. So wurde der Briefwechsel Wöhlers mit zahlreichen Fachkollegen ebenso berücksichtigt wie die vielen Publikationen Wöhlers in Büchern und Zeitschriftenartikeln.
Die 23 Kapitel des Buches, in denen Leben und Arbeit Wöhlers dargestellt werden, sind nach den Lebensstationen Wöhlers gegliedert. Seine Jugend in Frankfurt am Main, das Studium in Marburg und Heidelberg, die Tätigkeit in Berzelius' Laboratorium in Stockholm, die Zeit an den Gewerbeschulen in Berlin und Kassel und seine langjährige Tätigkeit an der Göttinger Universität bilden den äusseren Rahmen. In den einzelnen Kapiteln werden Wöhlers Arbeiten auf den Gebieten der anorganischen wie der organischen Chemie ausführlich dargestellt. Hinzu kommen Kapitel, in denen grosse wissenschaftliche Kontroversen geschildert werden, in denen Wöhler zu vermitteln suchte, so zwischen Berzelius und Liebig sowie zwischen Liebig und Mitscherlich. Ausführlich werden auch die Studien behandelt, die Wöhler und Justus Liebig gemeinsam ausgeführt haben, wie die grossen Arbeiten über die Cyansäure, über das Radikal der Benzoesäure und über die Harnsäure. In diesen Abschnitten wird anhand zahlreicher Zitate auch das Freundschaftsverhältnis von Wöhler und Liebig ausführlich behandelt. Für viele Leser wird die ausserordentliche Breite der chemischen Arbeiten Wöhlers überraschend sein, die anorganische und organische Chemie ebenso umfassen wie physiologische Chemie und Mineralchemie.
Grosser Wert wurde auf die korrekte Wiedergabe der zeitgenössischen chemischen Formeln gelegt. Das gilt besonders für die von Berzelius eingeführte Formelschreibweise. Diese ist heute nicht mehr ohne weiteres verständlich. Deshalb wurde im Anhang des Buches eine Erläuterung für den modernen Leser gegeben. Auch sind an vielen Stellen zum besseren Verständnis die heutigen Strukturformeln in den Fussnoten angegeben.
Keens Arbeit stützt sich bezüglich der wissenschaftlichen Ergebnisse Wöhlers auf zahlreiche Literaturzitate. Diese wurden für die Herausgabe des Buches sorgfältig überprüft und mit vollem Titel in den Fussnoten angeführt.
Die Buchpublikation ist gegenüber der ursprünglichen Thesis von Dr. Keen erheblich erweitert worden. So wurden durch den Chemiehistoriker Prof. William H. Brock sowie durch den Herausgeber Ergänzungen mit Hinweisen auf neue Literatur eingefügt. Auch wird in einem umfangreichen Anhang erstmals eine vollständige Bibliographie aller Publikationen Wöhlers (Bücher, Zeitschriftenartikel, Übersetzungen u.a.) gegeben. Die wissenschaftlichen Arbeiten Wöhlers (einschliesslich der Nebenabdrucke in anderen Zeitschriften) sind damit nahezu vollständig erfasst. Die Zahl der bekannten Publikationen Wöhlers hat sich - verglichen mit der bis in unsere Zeit verwendeten, von A.W. v. Hofmann publizierten Liste - mehr als verdoppelt. Neu ist auch eine vom Herausgeber zusammen mit Dr. Günter Beer, Göttingen, erarbeitete Zusammenstellung der Assistenten und akademischen Schüler Wöhlers in der Göttinger Zeit. In einer umfangreichen "General Bibliography" sind schliesslich alle im Text zitierten Arbeiten aufgeführt, die von anderen Autoren als Friedrich Wöhler stammen.
Ausführliche Personen- und Sach-Register erschliessen den Inhalt des Buches. Im Personen-Register werden - soweit bekannt - auch die Lebensdaten der genannten Personen aufgeführt.
Mit der Arbeit von Robin Keen wird die mit dem ersten Band der Edition Lewicki-Büttner begonnene Publikation von chemie- und medizinhistorischen Werken fortgesetzt. Der 1. Band der Reihe hatte unter dem Titel "Stoffwechsel im tierischen Organismus: Historische Studien zu Liebigs "Thier-Chemie" (1842) Liebigs und Wöhlers Arbeiten zur physiologischen Chemie behandelt. Autor und Herausgeber hoffen, dass auch das vorliegende Werk mit einem Thema der Chemiegeschichte des 19. Jahrhunderts das Interesse der Leser findet.
in: Angewandte Chemie September 2005
Die 23 Kapitel des Buches, in denen Leben und Arbeit Wöhlers dargestellt werden, sind nach den Lebensstationen Wöhlers gegliedert. Seine Jugend in Frankfurt am Main, das Studium in Marburg und Heidelberg, die Tätigkeit in Berzelius' Laboratorium in Stockholm, die Zeit an den Gewerbeschulen in Berlin und Kassel und seine langjährige Tätigkeit an der Göttinger Universität bilden den äusseren Rahmen. In den einzelnen Kapiteln werden Wöhlers Arbeiten auf den Gebieten der anorganischen wie der organischen Chemie ausführlich dargestellt. Hinzu kommen Kapitel, in denen grosse wissenschaftliche Kontroversen geschildert werden, in denen Wöhler zu vermitteln suchte, so zwischen Berzelius und Liebig sowie zwischen Liebig und Mitscherlich. Ausführlich werden auch die Studien behandelt, die Wöhler und Justus Liebig gemeinsam ausgeführt haben, wie die grossen Arbeiten über die Cyansäure, über das Radikal der Benzoesäure und über die Harnsäure. In diesen Abschnitten wird anhand zahlreicher Zitate auch das Freundschaftsverhältnis von Wöhler und Liebig ausführlich behandelt. Für viele Leser wird die ausserordentliche Breite der chemischen Arbeiten Wöhlers überraschend sein, die anorganische und organische Chemie ebenso umfassen wie physiologische Chemie und Mineralchemie.
Grosser Wert wurde auf die korrekte Wiedergabe der zeitgenössischen chemischen Formeln gelegt. Das gilt besonders für die von Berzelius eingeführte Formelschreibweise. Diese ist heute nicht mehr ohne weiteres verständlich. Deshalb wurde im Anhang des Buches eine Erläuterung für den modernen Leser gegeben. Auch sind an vielen Stellen zum besseren Verständnis die heutigen Strukturformeln in den Fussnoten angegeben.
Keens Arbeit stützt sich bezüglich der wissenschaftlichen Ergebnisse Wöhlers auf zahlreiche Literaturzitate. Diese wurden für die Herausgabe des Buches sorgfältig überprüft und mit vollem Titel in den Fussnoten angeführt.
Die Buchpublikation ist gegenüber der ursprünglichen Thesis von Dr. Keen erheblich erweitert worden. So wurden durch den Chemiehistoriker Prof. William H. Brock sowie durch den Herausgeber Ergänzungen mit Hinweisen auf neue Literatur eingefügt. Auch wird in einem umfangreichen Anhang erstmals eine vollständige Bibliographie aller Publikationen Wöhlers (Bücher, Zeitschriftenartikel, Übersetzungen u.a.) gegeben. Die wissenschaftlichen Arbeiten Wöhlers (einschliesslich der Nebenabdrucke in anderen Zeitschriften) sind damit nahezu vollständig erfasst. Die Zahl der bekannten Publikationen Wöhlers hat sich - verglichen mit der bis in unsere Zeit verwendeten, von A.W. v. Hofmann publizierten Liste - mehr als verdoppelt. Neu ist auch eine vom Herausgeber zusammen mit Dr. Günter Beer, Göttingen, erarbeitete Zusammenstellung der Assistenten und akademischen Schüler Wöhlers in der Göttinger Zeit. In einer umfangreichen "General Bibliography" sind schliesslich alle im Text zitierten Arbeiten aufgeführt, die von anderen Autoren als Friedrich Wöhler stammen.
Ausführliche Personen- und Sach-Register erschliessen den Inhalt des Buches. Im Personen-Register werden - soweit bekannt - auch die Lebensdaten der genannten Personen aufgeführt.
Mit der Arbeit von Robin Keen wird die mit dem ersten Band der Edition Lewicki-Büttner begonnene Publikation von chemie- und medizinhistorischen Werken fortgesetzt. Der 1. Band der Reihe hatte unter dem Titel "Stoffwechsel im tierischen Organismus: Historische Studien zu Liebigs "Thier-Chemie" (1842) Liebigs und Wöhlers Arbeiten zur physiologischen Chemie behandelt. Autor und Herausgeber hoffen, dass auch das vorliegende Werk mit einem Thema der Chemiegeschichte des 19. Jahrhunderts das Interesse der Leser findet.
in: Angewandte Chemie September 2005
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