Voraussetzung, Verfahren und Konsequenzen der "Verbraucherinsolvenz" Eine ökonomische Analyse
-
- Deutsch ausgewählt
Fr. 91.90
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
03.01.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
100
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.8 cm
Gewicht
157 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-8513-7
Neben den jüngst medienwirksam bekanntgewordenen Unternehmensinsolvenzen wie der KirchMedia KGaA oder der Philipp Holzmann AG sind neben einer wachsenden Zahl zahlungsunfähiger bzw. überschuldeter Unternehmen zunehmend auch private Verbraucher nicht mehr in der Lage, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Anzahl jener insolventen privaten Haushalte wird derzeit mit 2,7 Mio. angenommen. Neuerdings werden gar 6 Mio. Betroffene genannt, womit Deutschland nach Grossbritannien an zweiter Stelle in Europa liegen dürfte.
Die mit Inkrafttreten der Insolvenzordnung am 1.1.1999 zunächst befürchtete Flut von Eröffnungsanträgen für das darin neu eingeführte Verbraucherinsolvenzverfahren, das mittels anschliessender Restschuldbefreiungsmöglichkeit Schuldnern einen wirtschaftlichen Neustart ermöglichen soll, blieb zunächst aus. Im Jahr 1999 waren lediglich 2.450 Anträge auf Eröffnung zu verzeichnen. Dem Anstieg im Jahr 2000 mit zunächst 9.000 Eröffnungsanträgen im Verbraucherinsolvenzverfahren folgte jedoch eine weitere Steigerung auf 13.300 Anträge (2001). Diese im Vergleich zur o.g. Zahl insolventer privater Haushalte als immer noch relativ moderat zu bezeichnende Grössenordnung an Insolvenzanträgen könnte mit der Reform der Insolvenzordnung und deren wesentlichen Auswirkungen auf das Verbraucherinsolvenz- sowie das Restschuldbefreiungsverfahren einen nochmaligen signifikanten Anstieg ab 2002 erwarten lassen.
Gang der Untersuchung:
Im Rahmen dieser Untersuchung sollen im folgenden zunächst die Ziele des Gesetzgebers vorgestellt werden, die dieser mit der Einführung eines eigenständigen Verbraucherinsolvenzverfahrens verfolgte. Im weiteren Verlauf werden dann die gesetzlichen Regelungen des vereinfachten Verbraucherinsolvenzverfahrens vorgestellt.
Neben den verfahrensrechtlichen Grundsätzen werden dabei alle drei Stufen des Verbraucherinsolvenzverfahrens betrachtet. Das für den insolventen Verbraucher wichtige, fakultativ anschliessende eigenständige Verfahren zur Restschuldbefreiung wird ebenfalls vorgestellt.
Eine ökonomische Betrachtung der Verbraucherinsolvenz kann im Rahmen dieser Untersuchung nicht abschliessend erfolgen. Nach Darlegung der juristischen Voraussetzungen und Verfahren des Verbraucherinsolvenzverfahrens beschränkt sich die weitergehende ökonomische Analyse auf die Zielerreichung des Gesetzgebers in den jeweiligen Verfahrensstufen und ihre Konsequenzen aus Gläubiger- sowie aus Schuldnersicht. Besondere Berücksichtigung findet dabei die neuerliche Reform des Verbraucherinsolvenzrechts durch das InsOÄndG. Abschliessend erfolgt eine kritische Würdigung der insolvenzrechtlichen Verbraucherregelungen sowie ein Ausblick.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
InhaltsverzeichnisI
AbkürzungsverzeichnisIII
1.Vorbemerkung und Gang der Untersuchung1
2.Ziele des Gesetzgebers3
2.1Gläubigerbefriedigung3
2.2Schuldnerbefreiung3
2.3Verfahrenseffizienz4
3.Gesetzliche Regelungen zur Verbraucherinsolvenz (InsO)5
3.1Verfahrensgrundsätze5
3.2Zugangsberechtigung und Eröffnungsgründe9
3.3Massnahmen und Verfahren12
3.3.1Aussergerichtliches Einigungsverfahren12
3.3.1.1Ziel und Wirkung des Pflichtversuchs12
3.3.1.2Geeignete Personen und Stellen13
3.3.1.3Aussergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan13
3.3.1.4Mitwirkungspflichten15
3.3.2Gerichtliches, fakultatives Verfahren über den Schuldenbereinigungsplan16
3.3.2.1Eröffnungsantrag17
3.3.2.2Einzureichende Unterlagen17
3.3.2.3Anforderungen an den Schuldenbereinigungsplan18
3.3.2.4Entscheidung über den Schuldenbereinigungsplan19
3.3.2.5Ersetzung von Zustimm...
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.