KI-Beratung Beta

Produktbild: Mein Leben und Werk [Hardcoverausgabe mit 30 Fotos]

Mein Leben und Werk [Hardcoverausgabe mit 30 Fotos] Autobiografie eines modernen Unternehmers

Fr. 34.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2021

Abbildungen

30, Fotos und eine Karikatur

Verlag

Amra Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21.6/14.1/3.1 cm

Gewicht

388 g

Farbe

Anthrazit / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95447-163-8

Beschreibung

Rezension

NACHWORT VON FELIX SALENTIN
Ein entschlossener Mann kann so gut
wie alles erreichen, was er sich vornimmt.
Ursprünglich erschien diese von vielen Menschen gewünschte Neuausgabe der Autobiografie Henry Fords in dem Leipziger Verlag DELTUS media. Als man sich dort entschloss, My Life and Work in einer zeitgemäßen und vor allem sprachlich leicht modernisierten Fassung dem deutschen Publikum wieder zugänglich zu machen, haben viele davon abgeraten – denn Ford sei ja bekannt als Hasser der Juden, es sei bedenklich, seine 'kranke Schrift' wieder aus dem Keller der Zeit hervorzuholen.
Diese Reaktion überraschte mich sehr. Hier wurde der Eindruck vermittelt, dass es politisch nicht korrekt sei, sich überhaupt mit dem Mann zu beschäftigen, der mit der 'Fordismus'-Epoche das Fundament für die moderne Wirtschaft legte, einem großen Menschen, der die Welt positiv veränderte.
Ich hatte diese Ausgabe in die Wege geleitet, aber jetzt kamen mir Zweifel. Ich bewundere Ford, doch war ich vielleicht einfach nur naiv und hatte seine dunkle Seite ignoriert? Bis mir klar wurde, dass ich mich Ford wohl auf einem eher ungewöhnlichen Weg genähert hatte: nämlich auf einem spirituellen Umweg. Begeistert von Ralph Waldo Trines Werken, die man der Neugeist-Bewegung zurechnet, erfuhr ich, dass Ford seinen Erfolg auf dessen Buch In Harmonie mit dem Unendlichen zurückführte. Ford hatte die elementaren Wahrheiten Trines über die kosmischen und geistigen Kräfte in uns verstanden und sie befolgt. Die beiden veröffentlichten 1929 gemeinsam sogar The Power That Wins, eine Anzahl von Gesprächen über die inneren Kräfte in uns, die zum Erfolg führen. Der Amra Verlag hat dieses Buch inzwischen unter dem Titel Der wahre Zweck des Reichtums vorgelegt.
Aber Fords Judenfeindlichkeit soll nicht wegdiskutiert werden. Sie gipfelte in dem mehrbändigen Werk The International Jew, von dem bereits 1922 eine deutsche Ausgabe herauskam. (Dass Adolf Hitler dieses Werk und seinen Autor hoch schätzte, überrascht natürlich nicht.) Nach dessen Veröffentlichung musste sich Ford in seiner Heimat grimmigen Auseinandersetzungen stellen, und in späteren Jahren revidierte er erfreulicherweise einen Teil seiner Äußerungen. Aber das wird heute verdrängt – obwohl das Thema noch jede Diskussion über Henry Ford bestimmt!
Unbedingt muss man dieses unerfreuliche Thema im Kontext seiner Zeit sehen – was vielen Menschen offenbar sehr schwer fällt! In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts war die judenfeindliche Einstellung in den USA leider weit verbreitet; sie schlug sich unmissverständlich in der Politik und ebenso in den Künsten, im Film und in der Literatur nieder. In Fords Fall kommt noch dazu, dass seine Einstellung wohl weniger mit Fragen der Religion zu tun hatte, nein, er glaubte an Verschwörungstheorien und hatte Angst vor einer jüdischen Unterwanderung der Wirtschaft durch jüdische Banker. Sie strebten angeblich die Herrschaft über Amerika an. Ford steigerte sich so sehr in diese Manie hinein, dass er sogar seine Manager ausspionieren ließ.
Nun, ich habe nicht vor, diese Werke von Ford jemals zu lesen oder gar neu zu veröffentlichen. Sie spielen auch keine Rolle in dem hier vorliegenden Buch – doch man darf diesen wichtigen wirtschaftlichen Revolutionär nicht verdammen für einige engstirnige Schriften und dabei sein großes Lebenswerk missachten.
Die Autobiografie Mein Leben und Werk gibt Einblicke in das Denken eines einzigartigen Mannes, der eine unglaubliche Leistung vollbrachte. Ganz allein verwirklichte Ford in der kleinen Werkstatt, die er sich auf der Farm der Eltern eingerichtet hatte, seine Idee einer 'pferdelosen Kutsche'. Anschließend baute er ein Weltunternehmen auf und machte die Massenvermarktung und -produktion seiner eigenen Erfindung möglich. Ab 1920 beschäftigte sein Unternehmen um die 50.000 Mitarbeiter. 1930 lieferten die Ford-Werke 1,5 Millionen Autos aus – das waren 4.160 Autos pro Tag!
Henry Ford war seiner Zeit weit voraus: Obwohl Mein Leben und Werk schon vor bald 100 Jahren geschrieben worden ist, mutet es überraschend modern an, teilweise noch für heutige Verhältnisse fortschrittlich – etwa, wenn der Autor die innerbetriebliche Ausbildung junger Leute beschreibt, über die Rationalisierung von Arbeitsvorgängen sinniert oder seine Vorstellungen über die Preisgestaltung erklärt. Dass er Behinderte zu den gleichen Löhnen wie Nichtbehinderte einstellte, sollte heute selbstverständlich sein – 1920 war diese Vorstellung völlig neu. Dabei erhielten Fords Arbeiter den erstaunlichen Stundenlohn von sechs Dollar; dieser lag beträchtlich über dem Durchschnitt. Henry Ford hatte begriffen, dass höhere Löhne das Wohlbefinden der Arbeiter fördern, weil sie ihre Familien gut versorgen können. Außerdem konsumierten sie so mehr, was die Wirtschaft in Schwung hielt.
Ford war es auch, der erstmals einen Kundendienst einführte. Im Unterschied zu anderen Herstellern, die nur am Verkauf mit möglichst viel Gewinn interessiert waren und die nie daran gedacht hatten, eine engere Kundenbindung aufzubauen, fand er, dass der Verkauf erst den Anfang der Beziehung zum Käufer bildet. Unternehmen sollten nicht nur ans Geldscheffeln denken, sondern etwas anbieten, das das Leben verbessert. Wenn das der Fall sei, würde der Rubel von allein rollen. Fords Autos boten beste und dauerhafte Qualität, Ersatzteile ließen sich schnell und günstig austauschen. Diese frühe Form des Kundenservices war sehr ungewöhnlich, und seine Konkurrenten fanden das verrückt, doch das Vertrauen, das er sich dadurch bei seinen Kunden erwarb, konnte nichts aufwiegen.
Henry Ford war eine der zentralen Figuren des 20. Jahrhunderts; sein Leben und sein Werk sind noch heute außergewöhnlich.
Felix Salentin, Nachwort: Mein Leben und Werk von Henry Ford

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2021

Abbildungen

30, Fotos und eine Karikatur

Verlag

Amra Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21.6/14.1/3.1 cm

Gewicht

388 g

Farbe

Anthrazit / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95447-163-8

Herstelleradresse

AMRA Verlag
Auf der Reitbahn 8
63452 Hanau
DE

Email: info@amraverlag.de

Noch keine Bewertungen vorhanden

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.

Kundinnen und Kunden meinen

Bewertungen (0)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Mein Leben und Werk [Hardcoverausgabe mit 30 Fotos]
  • INHALT1 Geschäftsanfänge2 Was ich vom Geschäft lernte3 Das eigentliche Geschäft beginnt4 Das Geheimnis der Produktion und des Services5 Die eigentliche Produktion beginnt6 Maschinen und Menschen7 Der Terror der Maschine8 Löhne9 Warum nicht immer gute Geschäfte machen?10 Wie günstig lassen sich Waren herstellen?11 Geld und Ware12 Geld – Herr oder Knecht?13 Warum arm sein?14 Warum Wohltätigkeit?15 Die Eisenbahnen16 Von allem Möglichen17 Demokratie und Industrie18 Von künftigen DingenNachwort