Ich muss sagen, dass ich mit gemischten Erwartungen an das Buch herangegangen bin: Einerseits war ich durch die negativen Rezensionen darauf vorbereitet, dass es kein tolles Leseerlebnis werden würde. Anderseits war ich dermaßen von "Engel der Nacht" begeistert, dass ich davon ausgegangen bin, dass "Black Ice" nicht wirklich schlecht sein könnte.
Hier ist das Resultat - Achtung, weiter unten sind ein paar Spoiler!
+ Ich bin ein Fan von Fitzpatricks Schreibstil - seien es Vergleiche, Metaphern oder einfach nur Beschreibungen. Man merkt, dass sie es kann und eine Leidenschaft dafür hat, die bei den Leser:innen ankommt.
+ Ich weiß nicht wie, aber ihre männlichen Charaktere sind wirklich immer begehrenswert, selbst wenn sie eigentlich böse sind.
+ Shaun war zwar nicht begehrenswert, aber lustig. Sein aggressives Verhalten hat mich sehr amüsiert. (Als Britt ihn einfach nur angesehen hat: "What are you looking at?")
+ Auch wenn ich an einigen Stellen bereits erahnen konnte, worauf es hinauslaufen wird, waren die meisten Enthüllungen dennoch verblüffend.
+ Das Ende war sooo süß! Hat mir wirklich sehr gefallen. Ich liebe Epiloge.
- Ich hasse Britt!!!!!!! Ich kann gar nicht erklären, wie sehr ich sie hasse. Sie ist nervig, arrogant und nur auf Männer fixiert. Sie denkt, dass alle was von ihr wollen und ihr alle zur Rettung herbeieilen. Es war wirklich ein Albtraum aus ihrer Perspektive zu lesen. Ihre Entscheidungen, Gedankengänge und ihre Persönlichkeit waren nicht auszuhalten. (Beispiel: Als sie Slushee getrunken und immer wieder nachgefüllt hat, ohne vorher zu bezahlen)
- Calvin, Calvin, Calvin. Alles hat sich ständig nur um Calvin gedreht. Das halbe Buch bestand aus Rückblicken und Rechtfertigungen, dass sein Fremdgehen und seine distanzierte Art nicht schlimm seien, weil es an der kaputten Beziehung zu seinem Vater läge. Selbst das Morden hat sie akzeptiert und ihn sogar noch zu beschützen versucht! Ist klar.
- Nicht nur Britt und Calvin waren nervig und unlikeable, sondern auch die ganzen anderen Charaktere.
- Es war nervig, dass sich Masons Name zu Jude verändert hat, insbesondere weil Mason viel besser klingt. Man musste sich erst daran gewöhnen, dass Mason jetzt Jude ist.
- Die Szenerie war an sich zwar sehr schön, doch irgendwann zu repetitiv. (Man könnte ein Trinkspiel daraus machen, wie oft Wörter wie "cold" gefallen sind...)
- Korbie... Was hat sie die ganze Zeit über gemacht? Die war einfach nur da. Ein völlig unnötiger Charakter.
Ich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen und auch nicht noch einmal lesen; allerdings war es auch nicht so schrecklich, dass ich es wegwerfen würde. Es war insgesamt ok. 2,5 Sterne