Ein Sommerfest in einem Schloss am Stadtrand. Eine Waffe, ein Schuss. Und eine junge Frau, die sich vom entstellten und einsamen Mädchen zu einer herrischen, knallharten Unternehmerin in der männerdominierten Welt der Waffen entwickelt.Ein durch Zufall gelöster Schuss aus der Waffe ihres Vaters ändert das Leben der blutjungen, steinreichen Margarete Boll schlagartig. Isoliert von ihrer Umwelt, einsam und gefangen in einem goldenen Käfig, versteckt sie ihre seit dem Unfall grässlich entstellte Erscheinung hinter einer starren Maske und sehnt sich nach Liebe. Nur ein 36 Jahre älterer Mann vermag es, sie aus ihrer Isolation zu befreien. Er wendet als Erster den Blick nicht ab. Schleichend beginnen die Grenzen zwischen Moral, Hingabe, Perversion, Hass und Wahnsinn zu verrinnen, bis Margarete erkennt, dass gerade ihr grösster Makel grösste Macht bedeutet.
Kundinnen und Kunden meinen
3.3/5.0
Bewertung
5/5
26.09.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fesselnd...egal wie dekandent oder hedonistisch
Inhalt:
Magarete Boll, Tochter eines bedeutenden Waffenproduzenten, verliert durch einen tragischen Unfall, zu schulden ihres Vaters, ihr Gesicht. Von ihrer Abscheulichkeit gezeichnet, zieht sich die Millionenerbin nach dem Selbstmord ihrer Eltern zurück. Ohne ihren Gesichtsausdruck ist es anderen schwer möglich sie einzuschätzen. Dies macht sie zu ihrem Nutzen und versucht auf Abwegen ihr Leben zu meistern oder auch nicht.
meine Eindrücke:
Von der ersten Zeile an ist man in dem Buch gefangen. Die Ereignisse, die zusammen die Handlung bilden, sind verschachtelt und lassen genug Freiraum, dass der Leser bis zum Schluss mit Spannung an der Geschichte dran bleiben will. Die Vorstellung, ohne jede Mimik, ohne ein Gesicht - somit auch ohne Identität? - ein so ansprunchsvolles und vielleicht auch verbittertes Leben zu führen, das aber erschreckende Konsequenzen für andere Menschen bedeuten wird, lässt einen erschauern. Ein erstklassiger Roman, der für jeden etwas zu bieten hat.
Klappentext:
Ein Sommerfest in einem Schloss am Stadtrand. Eine Waffe, ein Schuss. Und eine junge Frau, die sich vom entstellten und einsamen Mädchen zu einer herrischen, knallharten Unternehmerin in der männerdominierten Welt der Waffen entwickelt. Ein durch Zufall gelöster Schuss aus der Waffe ihres Vaters ändert das Leben der blutjungen, steinreichen Margarete Boll schlagartig.
Isoliert von ihrer Umwelt, einsam und gefangen in einem goldenen Käfig, versteckt sie ihre seit dem Unfall grässlich entstellte Erscheinung hinter einer starren Maske und sehnt sich nach Liebe. Nur ein 36 Jahre älterer Mann vermag es, sie aus ihrer Isolation zu befreien. Er wendet als Erster den Blick nicht ab. Schleichend beginnen die Grenzen zwischen Moral, Hingabe, Perversion, Hass und Wahnsinn zu verrinnen, bis Margarete erkennt, dass gerade ihr größter Makel größte Macht bedeutet.
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
3/5
27.09.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gesicht zeigen
Udo Jürgens sang einst "Siebzehn Jahr, blondes Haar", gut zutreffend auf die Tochter eines Waffenproduzenten, die an ihrem Geburtstag mit der Waffe des Vaters hantierend sich das halbe Gesicht wegschoss. Vom lebenslustigen Mädel bleibt nichts über, sie wird, ihr Gesicht hinter einer Maske versteckend, eine knallharte Geschäftsfrau. Sie hält Distanz. Einem alternden Schlagersänger gelingt es, diese Distanz zu durchdringen. In seiner Kargheit beeindruckend, doch auch manchmal ratlos machend.
Sabrina
aus Wien
2/5
11.09.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine einzige Tragödie
Im aktuellen Roman des österreichischen Autors, Fabian Eder, geht es um eine junge Frau, die wahrlich nicht vom Glück verfolgt wird.
Margarete ist seit einem Unfall im Alter von 17 Jahren schwer entstellt und meidet daher die Öffentlichkeit. Erst ein um viele Jahre älterer Mann scheint dazu in der Lage zu sein ihren unverschleierten Anblick zu ertragen. Ist es aber ratsam sich auf einen Mann einzulassen, nur weil er der erste ist, der sie wirklich wahrzunehmen scheint?
Der Klappentext des Buches hat mich auf dessen Inhalt sehr neugierig gemacht, aber leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt...
Die auktoriale Erzählweise hat mich kein Mitgefühl für die Charaktere empfinden lassen und auch die Handlungen der Personen sind für mich größtenteils nicht nachvollziehbar.
Fazit: Das Buch punktet mit einer wirklich guten und interessanten Idee, die meiner Meinung nach allerdings an einer glaubwürdigen und einfühlsamen Umsetzung scheitert. Schade!