Ghostarbeiter Über technische und okkulte Medien
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
18.02.2015
Abbildungen
49 teilweise farbige Abbildungen
Herausgeber
Carolin Meister + weitereVerlag
Kulturverlag Kadmos BerlinSeitenzahl
188
Maße (L/B/H)
23.3/15.4/1.5 cm
Gewicht
312 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-86599-242-0
Ghostarbeit ist Arbeit an den Geistern. Theoretisch wie genealogisch weist Ghostarbeit auf die wechselseitigen Beziehungen zwischen technischen und okkulten Medien. So inszenierte der moderne Spiritismus in Séancen mit okkulten Medien oder Geistersehern technische Medialität gleich mit. Besonders die neue Möglichkeit der Liveübertragung war der Kommunikation mit Geistern wahlverwandt. Die Frage, ob die okkulte Medialität von den neuen Medien überholt worden sei, durchzieht die spiritistische Literatur dieser Zeit. Warum sich weiter exklusiv auf okkulte Medien stützen, wenn das Telefon eine direkte Verbindung verspricht?
Dass die Reichweite der gespenstischen Heimsuchung auf der Wellenlänge des technisch-medialen Fortschritts schwingt, zeigte Friedrich Kittler in seiner Genealogie der Medien: 'Das Totenreich ist eben so gross wie die Speicher- und Sendemöglichkeiten einer Kultur. Medien, wird bei Klaus Theweleit zu lesen sein, sind immer auch Flugapparate ins Jenseits.'
Theweleits Verständnis von Medialität im technischen wie okkulten Sinne ist der Ausgangspunkt des vorliegenden Bandes. Aus Anlass seines 70. Geburtstags versammelt Ghostarbeiter Beiträge, die aus unterschiedlichen Perspektiven zentrale Inhalte von Theweleits Werkes umkreisen – und dabei nicht zuletzt einem Gedanken Rechnung tragen, der schon auf Hegel zurückgeht: nämlich dass jede Kulturarbeit und Geisteswissenschaft einen Ghost als Gast beherbergt.
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