Einer der teuersten Künstler der GegenwartMark Grotjahn (geb. 1968 in Pasadena, lebt und arbeitet in Los Angeles) gehört zu den bekanntesten amerikanischen Malern seiner Generation. Sein Werk ist heterogen und umfasst sowohl anthropomorphisierende Pflanzenfiguren und Maskendarstellungen als auch abstrakte Farbzeichnungen in Öl oder Wachskreide. Nach 1997 entstanden zudem zahlreiche monochrome Werke. In Grotjahns „Butterfly“- und „Face“-Gemälden wird ein dynamisch-dialektisches Verhältnis zwischen gestischer Bildlichkeit und formalistischer Struktur deutlich. Die grosszügig angelegte Publikation „Circus Circus“ zeigt eine Auswahl von Bildern aus Grotjahns neuer „Circus“-Serie sowie eine „Mask“-Bronze-Skulptur. Die ambitionierten, vielfarbigen Arbeiten verweben die geometrische Strenge der „Butterfly“- mit der gestischen Faktur der „Face“-Gemälde, bei denen primäre Gesichtssymbole aus fliessenden Farbströmen hervortreten. Die Texte von Caroline Käding und Mark Prince analysieren die „Circus“-Serie vor dem Hintergrund der Maltraditionen, auf die sie verweist, und ordnen sie in Grotjahns bestehendes Œuvre ein.
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