Die Darstellung des Wahnsinns in E. T. A. Hoffmanns 'Der Sandmann' als rezeptionsästhetisches Mittel zur Erschütterung der Wirklichkeitswahrnehmung
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
16.09.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
62 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-73468-0
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Philipps-Universität Marburg, Veranstaltung: Hauptseminar: Literatur und Psychiatrie in Romantik und Vormärz, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Literatur der Romantik spielt die Beschäftigung mit der Wahnsinnsthematik eine besondere Rolle. Die literarische Verarbeitung dieses Themas steht in engem Zusammenhang mit dem wissenschaftlichen psychologischen und psychiatrischen Diskurs dieser Zeit. An diesem Diskurs war offensichtlich auch E. T. A. Hoffmann äusserst interessiert, was sich in vielen seiner Werke zeigt. In seiner 1815 entstandenen Erzählung Der Sandmann steht der Student Nathanael im Mittelpunkt, der fortschreitend an Wahnsinn leidet und schliesslich auch daran zugrunde geht, dass er Realität und Vision nicht mehr trennen kann. Diese Arbeit soll zeigen, dass mit der Darstellung eines Wahnsinnigen nicht der Wahnsinn als Krankheit im Vordergrund steht und etwa Therapiemöglichkeiten vorgestellt würden. Hoffmann nutzt das Thema Wahnsinn vielmehr dazu, um mit den festgelegten Vorstellungen von Normalität und Wahnsinn zu ,spielen' und die Wirklichkeitswahrnehmung seiner Rezipienten zu erschüttern. Im ersten Teil der Arbeit geht es darum, die zwei Deutungsmöglichkeiten, die dem Leser in Bezug auf das ,wahre' Geschehen angeboten werden, zu analysieren und auf ihre Plausibilität hin zu untersuchen. Dabei geht es besonders um die Frage, ob man das Auftauchen übernatürlicher Mächte eher auf die übermässige Phantasietätigkeit und den Wahnsinn Nathanaels zurückführen oder aber ob man den Wahrnehmungen Nathanaels glauben solle. Grundsätzlich öffnet der Text dem Leser also zwei Möglichkeiten, wie die Geschehnisse und damit auch ihre Wahrnehmung durch Nathanael, gedeutet werden können. [...]
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