Pauschaltourismus, Strandurlaub und Stadtrundfahrten waren gestern - heute gehen wir Bergsteigen im Himalaya oder machen Hundeschlittenrennen in Alaska. Alles ist möglich, kein Ziel unerreichbar! Und doch gibt es Leute, die wollen gar nicht weg. Der Schisser zum Beispiel würde lieber zu Hause bleiben. Das Problem ist nur: Seine Frau liebt Abenteuerreisen. Und er liebt seine Frau. Also verbringt er seine Freizeit notgedrungen überall, nur nicht auf dem geliebten Sofa. Erspart bleibt ihm auf seinen unfreiwilligen Reisen rund um den Globus natürlich nichts: menschenfressende Riesenechsen, Wildwasserrafting mit Zahnverlust, Safari im Schweinsgalopp, auf dem Elefanten durch den Dschungel und dabei immer mit den Nerven zu Fuss. Dies ist die Geschichte von einem, der mitmusste ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Gabi
aus St. Pölten
5/5
21.07.2016
eBook (ePUB)
Köstliche Unterhaltung!
Lustig und sehr bildlich, sodass nachvollziehbar, schildert Jan Kowalsky seine Erlebnisse auf den Urlaubsreisen. Eine hervorragende Urlaubslektüre, sehr kurzweilig und zu empfehlen.
Bewertung
3/5
08.09.2023
eBook (ePUB)
Mäßig witzig
Hab mir es mir lustiger vorgestellt, schließe mich komplett der vorangegangenen Bewertung an. Hätte ich das Buch nicht gekauft, hätte ich es wohl nicht zu Ende gelesen.
Vielleicht macht es ja einem "Schisser" dem es genauso ergeht wie dem Schreiberling, Mut sich mehr zu trauen. Ich empfehle es als LUSTIGE Lektüre nicht wirklich weiter.
Bewertung
aus Mülheim-Kärlich
2/5
04.09.2017
eBook (ePUB)
Mäßig witzig
Was in der Beschreibung das Zeug für eine gute Komödie hat, entpuppt sich beim Lesen leider als Aneinanderreihung anekdotenhafter Geschichten aus der Perspektive eines Losers, der am liebsten keinen Fuß vor die eigene Tür setzt. Schlimm, wenn man dabei eine selbstbewusste und reisefreudige Partnerin hat. Die Figur des "Schissers" handelt in abgedroschenen Mustern, um seinen Charakter mit Leben zu erfüllen. Der Verlauf ist vorhersehbar, bis auf einzelne gelungene One-Liner auch mäßig witzig, zumal der gelegentlich gute Sprachwitz stilistisch recht eindimensional stets wiederholt wird. Als dann auch noch der versprochene Humor lästigerweise umschlägt in eine ernste Beziehungskrise blättert man als Leser zunehmend ratlos zur jeweils nächsten Seite. Am Schluss steht ein eher enttäuschtes "Hm..." und viel Verwunderung, was dieses Buch nun wirklich sein möchte.
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Jan könnte ein glücklichen Leben führen. Er liebt seine Frau, ruhige Abende auf der Couch und einmal im Jahr Urlaub in Dänemark. Doch seine Frau hat andere Vorstellungen vom Verreisen - und Jan muss wohl oder übel mit. Lesen sie selbst, wie einem Schisser auf Safari in Südafrika das Pferd davongeht, er auf Bali vor Riesenechsen flüchten muss oder beim Tauchen fast vom weißen Hai angefallen wird. Auch beim nächtlichen kulinarischen Marktbesuch in China stößt Jan an seine Grenzen. Ein super witziges Reiseabenteur, das auf jeden Fall Lust auf den den nächsten Abenteuerurlaub macht.
Igelmanu66
aus Mülheim
5/5
11.09.2015
Buch (Taschenbuch)
Für Schisser und Abenteurer
»Ich wurde 1976, im »Jahr des Drachen«, geboren. Passender wäre wohl das Jahr davor gewesen. 1975 gilt im chinesischen Kalender als das »Jahr des Hasen«. Denn ich muss zugeben: Ich bin ein Schisser.
Ich wittere Gefahr, wo keine ist, ich bin ein extrem penibler Kontrolleur (Stichwort »Herd aus?«) und Fan der entspannten Wiederholung: gleiches Urlaubsziel, gleicher Italiener, immer Spaghetti carbonara.
Dann traf ich meine Frau Sarah. Sie ist Ärztin und überhaupt kein Fan von wiederkehrenden Handlungsmustern. Denn sie liebt das Neue, das Aufregende, das »Abenteuer«. Sie will herumkommen und was von der Welt sehen. Seit wir uns kennen, lautet daher das Reisemotto: Sie hat Spaß und ich ein Problem.
Dies ist die Geschichte von einem, der mitmusste.«
Der Schisser liebt also seine Sarah und weil das so ist, lernt er - gezwungenermaßen - an ihrer Seite die Welt kennen, und zwar von ihrer abenteuerlichsten Seite. Sarah mag alles, was möglichst nichts mit Pauschaltourismus zu tun hat. Das fängt bei der Anreise an, setzt sich bei der Unterbringung fort und wird meist durch irgendwelche abenteuerlichen Unternehmungen vor Ort gekrönt. Der Schisser an ihrer Seite erleidet eine Panikattacke nach der nächsten...
»Als ich bei der Koppel eintraf, ließ ich mich auf den nächstgelegenen Stuhl sinken. Ich war fertig mit der Welt und fragte mich, wieso ich mein Leben für so einen Irrsinn auf Spiel setzte. Dann kam Sarah mit drei Flaschen eiskaltem Bier um die Ecke. Wir stießen an. Eins musste man Nahtoderfahrungen lassen: Das Bier danach schmeckt wirklich erstklassig.«
Was hab ich gelacht! Vom Anfang bis zum Ende war dies ein Buch, aus dem ich meiner Umwelt immer wieder laut Passagen vorlesen musste (weil alleine lachen nur halb so lustig ist ;-) Sowohl der Schisser als auch seine Sarah waren mir schwer sympathisch! Einige Ängste des Schissers konnte ich sehr gut nachvollziehen, über andere habe ich grinsend den Kopf geschüttelt. Bei aller Paranoia blieb er aber zu jeder Zeit ein liebenswerter Charakter. Die regelmäßigen Besuche bei dem Hausarzt seines Vertrauens zogen sich schon beinahe wie ein Running Gag durchs Buch. Sarah könnte man theoretisch für rücksichtslos halten (was mutet sie dem armen Mann nur zu?), aber tatsächlich wirkt auch sie als Charakter sehr sympathisch. Und ihre herzhaft trockene Art hat mich regelmäßig zum Lachen verleitet...
»Es ist uns echt schon lange kein anderes Auto mehr entgegengekommen«, flüsterte ich Sarah zu. »Stimmt!«, sagte sie. »Ist es nicht großartig? Das ganze Panorama, nur für uns allein!«
Zu den vielen lustigen Szenen einer Ehe gibt es reichlich Interessantes, Lustiges und Schönes über viele tolle Fernziele auf diesem Planeten. Da sich die beiden konsequent abseits der üblichen Tourismus-Pfade bewegen, erfährt man sehr viel Landestypisches. Bei so manchen kulinarischen Besonderheiten musste ich kräftig schlucken, aber dafür waren viele Beschreibungen von Landschaft oder Sehenswürdigkeiten so verlockend, dass ich am liebsten gleich meinen Koffer gepackt hätte.
Ein weiteres Highlight im Buch sind die zahlreichen Illustrationen, die absolut treffend gezeichnet und gleichfalls urkomisch sind. Der Schisser mag ein überängstlicher Typ sein, aber schreiben und zeichnen kann er großartig - und manchmal wird er sogar poetisch, wenn er zum Beispiel ein Liebesgedicht an seine Couch verfasst.
Fazit: Ein Buch, das Schisser und Abenteurer gleichsam lieben können. Tolle Reiseberichte, herrlich komisch und mit liebenswerten Charakteren. Gerne mehr davon!