Nur Deutschland kann die Eurozone retten, weil nur über Lohnerhöhungen hier die Lücke in der Wettbewerbsfähigkeit geschlossen werden kann, ohne Europa noch tiefer in Depression und Deflation zu treiben. Begreift Deutschland nicht, dass es sich selbst ändern muss, ist das Schicksal des gemeinsamen Geldes besiegelt.Deutschland kommt seit einigen Jahren in Europa eine enorme Macht zu. Eine Macht, die vor allem durch Lohnsenkungen im eigenen Land erkauft wurde und die letztlich zu der grossen Krise des Euro führte, die auch heute nicht überwunden ist. Sparpolitik und Lohnkürzungen, die den Schuldnerländern vom Gläubigerland Deutschland aufgezwungen wurde, haben in ganz Südeuropa und insbesondere in Griechenland eine grosse Rezession ausgelöst und die Idee eines gemeinsamen 'europäischen Projekts' ausgelöscht. Angesichts des deutschen Widerstandes gegen jede Änderung des Kurses sowie der nationalistischen Gefahren, die diese Haltung in vielen europäischen Ländern provoziert, dürfen die Warnungen von Flassbeck und Lapavitsas nicht ignoriert werden.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Paul Menz
aus Pulheim
5/5
24.02.2015
eBook (ePUB)
Hintergründe einer Krise
Das Buch habe ich mit großem Interesse gelesen. Angesichts der gegenwärtigen Situation in Griechenland und der Krise der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion ist es von hoher Aktualität.
Das Buch wurde vor den kürzlich erfolgten Wahlen in Griechenland, also auch vor den aktuellen Verhandlungen zwischen Griechenland und der EU verfasst. Dabei ist bemerkenswert, dass die Autoren den Wahlerfolg der Syriza-Partei vorausgesehen und ebenso das unnachgiebige Verhalten der deutschen Regierung bzw. der Eurogruppe richtig eingeschätzt haben. Trotz allem schließt das Buch mit einer hoffnungsvollen Perspektive.
Bedauerlich, dass ein angepasster Mainstream der Presse und der Medien den Bürgern und Bürgerinnen wichtige Erkenntnisse und Hintergründe, wie sie das Buch vermittelt, vorenthält.