Das Religionsrecht ist von Spannungsfeldern geprägt. Es bewegt sich zwischen Staat und Gesellschaft, zwischen Religion und Politik, zwischen Institution und Individuum, zwischen nationalem, europäischem und internationalem Recht, zwischen Genese und Funktion, zwischen Freiheit und Gleichheit, zwischen Gemeinwohl und legitimen Eigensinn, zwischen Säkularität, Religiösität und Konfessionalität. Der vorliegende Band vermisst diese Spannungsfelder aus der Perspektive verschiedener Disziplinen. Er versammelt Beiträge aus der Rechtswissenschaft, Theologie, Soziologie, Religionswissenschaft und Politikwissenschaft. Mittels Kontrastbegriffen und Polaritäten lässt sich das Religionsverfassungsrecht in seinen Tiefendimensionen aufschliessen. Die Beiträge bieten eine interdisziplinäre und multiperspektivische Analyse des Rechtsgebiets und tragen so zu einem vertieften Verständnis des Religionsverfassungsrechts bei.
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