Zu: Ödön von Horváth - 'Kasimir und Karoline'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
16.07.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
238 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638203401
Dichtung seiner frühen Epoche von 1926-1929 ist die politische Orientierung seines Schaffens ("Die
Bergbahn", "Sladek, der schwarze Reichswehrmann"). Aufgrund des Machtaufbaus der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei warnt Horvath in seinen Werken zunehmend vor den Gefahren des Faschismus.
Zwischen den Jahren 1930 und 1932 veröffentlicht Ödon seine Volksstücke, die auf moralisch-satirische Weise Kritik an der zeitgenössischen Gesellschaft üben. So schildert er besonders eindringlich alle Facetten kleinbürgerlicher Mentalität. Allerdings zeigt er nicht nur die Niedertracht, Dumpfheit, Brutalität und den Selbstmitleid der modernen Gesellschaft, sondern
verweist gleichzeitig auf die sozialen und ökonomischen Bedingungen, die jene Gesellschaftformen.
Das Spätwerk, das in der Zeit zwischen 1933 und 1938 entsteht, ist durch eine ethisch-religiöse Ausrichtung bestimmt. Horvaths schonungslos sezierende Beobachtung weicht nun einer humanistisch-
moralisierenden Nachdenklichkeit. Seine fatalistische Weltanschauung von der unveränderlichen Gesellschaft und den scheinheiligen politischen und religiösen Lehren wandelt sich im Spätwerk.
Während der junge Horvath Kirche und Gott in seinen Stücken nur negativ beleuchtet, finden sich im
Spätwerk positive Wertungen dieser Themen.
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