Die soziale Dimension von Suizidraten Am Beispiel der Staaten der Europäischen Union
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
03.03.2015
Abbildungen
3 Farbabb.
Verlag
GRINSeitenzahl
48
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.4 cm
Gewicht
84 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-90662-9
Diese Namen stehen für ein Thema, das in der Öffentlichkeit nur sehr selten diskutiert wird: Suizid. In der Debatte um die Ursachen werden dabei fast immer psychologische Erklärungen gegeben. Konsequent zu Ende gedacht wäre Suizid damit ein rein individuelles Problem. Dabei handelt es sich keineswegs um Einzelfälle, wie es die meist selektive Aufmerksamkeit der Medien nahe legt.
Im Jahr 2010 starben nach Angaben der WHO Todesursachenstatistik 58.847 Menschen in den Staaten der Europäischen Union durch eine vorsätzliche Selbsttötung.1 In der Todesursachenstatistik machte Suizid in diesem Jahr damit etwa 1% aller, bzw. etwa 25% aller externen Todesursachen aus. Folgt man der Annahme der WHO, dass von einem Suizid im Durchschnitt mindestens sechs weitere Personen betroffen sind (vgl. Schmidtke et al. 2012: 50), so verloren im selben Jahr über 353.000 Menschen in der EU eine ihnen nahe stehende Person durch Suizid. Dies legt bereits nahe, dass das Phänomen keine Erscheinung ausserhalb der Gesellschaft ist.
Begreift man Suizid in einem grösseren Zusammenhang, können mögliche Gemeinsamkeiten untersucht werden. In den folgenden Kapiteln werden zentrale Theorien dargestellt und spezifisch soziologische Fragestellungen zum Suizid behandelt.
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