Die Mafiakommission als Institution zur Konfliktbearbeitung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.04.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
542 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656947950
Der Textausschnitt aus Inside Mafia von Giovanni Falcone erläutert gut das Problem, dass die Mafia hat. Die Omerta, dass Schweigegesetz, liegt unter verschiedenen Aspekten der Auslegung. Der hier beschriebene Artikelausschnitt hebt das Problem der Selbst- und Eigeninterpretation sehr gut heraus, denn er verweist auf das Problem der gewaltsamen Selbsthilfe und lässt relativ offen wie dieses Problem gelöst werden
soll. Denn offensichtlich gehört das Töten und der Mord zum alltäglichen Geschäft dieser Organisation. Diese und ähnliche Entscheidungen werden über die "Mafiakommission" entschieden. Die Mafia weist dabei in Bezug auf die
Konfliktentstehung Parallelen zu segmentären Gesellschaften auf. Sie gleichen ihnen nicht vollständig, aber viele Mechanismen ähneln ihr.
Luhmann hat sich in seinem Werk "Die Gesellschaft der Gesellschaft" mit den wesentlichen Zügen einer segmentären Gesellschaft beschäftigt. Ich werde seine Thesen heranziehen, um zu prüfen welche Merkmale der Mafia, der der segmentären Gesellschaften gleichen.
Dazu werde ich den Fokus auf die historischen Faktoren und die internen Strukturen der Mafia richten, um die sozialen Prozesse und Dynamiken der Mafia besser in Relation zu setzten. Anschliessend werde ich versuchen das Problem der gewaltsamen Selbsthilfe innerhalb dieser Geheimorganisation zu erläutern und wieso diese nicht als Konfliktbearbeitungsprozess genutzt werden kann.
Nach der anschliessenden Analyse dieses Problem werde ich mich mit der Kommission als bilaterale Verhandlung beschäftigen und herausfiltern, wie die gewaltsame Selbsthilfe in eine Lösung umcodiert wird. Ausserdem werde ich versuchen herauszustellen, wo die funktionalen Grenzen und Probleme der Kommission als Verhandlungsorgan liegen.
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