Marie ist überzeugt: Sie hat keinen Platz in dieser Welt. Von ihrem Plan, sich das Leben zu nehmen, hält sie vorerst nur eines ab: Ihrem Therapeuten Willi hat sie versprochen, ein Jahr durchzuhalten, dafür verhindert er, dass sie wieder in die Psychiatrie muss. Marie lernt Emanuel kennen, und obwohl sie Gleichaltrige aus Prinzip für notgeile Idioten hält, lässt sie sich auf ihn ein. Marie spürt, dass sie etwas verbindet, und sie erfährt, dass auch Emanuel an den Tod denkt. Und so bedeutet der Beginn ihrer Geschichte zugleich das Ende – doch wie in jeder guten Geschichte kommt auch in dieser etwas dazwischen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Luis Stabauer
aus Wien
5/5
08.10.2015
eBook (ePUB)
beeindrucken nahe am Geschehen und kreative Formulierungen
Schon bei der Lesung im Literaturhaus in Wien war ich von den gelesenen Auszügen sehr angetan. Das Buch ist mit den kreativen Formulierungen nicht nur eine literarische Bereicherung, es führt das Borderline Syndrom als Krankheitsbild (in Wahrheit sogar mehrere) vor, ohne dabei wissenschaftlich zu werden und schon gar nicht langweilig. Man spürt, die Autorin weiß, wovon sie schreibt, daher ist es auch gar nicht störend, dass sie dies in der "Ich Perspektive" macht. Dass jemand, der im Sozialarbeitsbereich aber auch literarisch schreiben kann, ist eine sehr schöne Seltenheit. Sehr lesenswert und hoffentlich gibt es von Sandra Weihs bald mehr zu lesen.