Die Throne der Mächtigen Erlebnisse eines gefangenen britischen Offiziers in Neufrankreich
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Ja
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.01.2013
Herausgeber
Klassische-Erfolgsromane. ComVerlag
Be YourselfSeitenzahl
400 (Printausgabe)
Dateigröße
977 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783959265119
Dieses Buch lehnt sich an die im Jahre 1800 erschienenen Memoiren eines englischen Hauptmanns und späteren Majors, Robert Stobo, an, wobei sich die historischen Ereignisse kurz vor dem Fall Quebecs an die Engländer als roter Faden durchziehen. Bevor es 1896 in Buchform herauskam, erschien es als monatliche Fortsetzungsserie in einem Literaturmagazin in Atlanta. Stobo wird in diesem Buch zu einem fiktiven Captain Moray, der sich in eine junge Dame aus Quebec verliebte, im Gutshaus deren Vater er drei Jahre lang als Geisel gefangen gehalten wurde. In Stobos Memoiren ist ebenfalls die Rede von einer „französischen Dame, die auf den Gouverneur einwirkte, um ihm eine bessere Behandlung angedeihen zu lassen.“ Die beschriebenen Ereignisse spielten sich in den Jahren um 1759 ab; General Wolfe auf der englischen Seite und General Montcalm auf der französischen Seite sowie weitere Figuren wie Gouverneur Vaudreuil und der französische Finanzverwalter Bigot werden mit einem relativen historischen Wahrheitsgehalt eingebaut, andere Personen sind frei erfunden, wie der Autor im Vorwort selbst erläutert. Nach seiner dreijährigen relativ freien Zeit auf dem Gutshof wird Moray unter dem Verdacht der Spionage in der Zitadelle von Quebec in eine Dunkelzelle gesperrt, wo die Monotonie der Gefangenschaft durch gelegentliche Gespräche mit seinem Kerkermeister Gabord und seltene Besuche des Barbiers unterbrochen wird. Die spannend geschriebenen Schilderungen reichen zeitlich über die historische Schlacht auf der Abraham-Ebene hinaus, welche nach zweieinhalbmonatiger Belagerung Quebecs letztendlich das entscheidende Ereignis im Konflikt um die Herrschaft Neufrankreichs war. Parker hatte dieses klassische Werk nach seinem Umzug nach England verfasst und versuchte darin, seinen Lesern das französische Kanada und die kritische Zeit vor dem Krieg zwischen England und Frankreich darzustellen, ohne seine englische und US-amerikanische Leserschaft zu verstören. Der Roman diente 1897 als Vorlage für ein Bühnenstück; 1914 wurde eine Stummfilmversion erstellt.
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Weltliteratur mit Geschichtshintergrund
Bewertung aus Nuenberg am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 881053
Bewertet: eBook (ePUB)
Dieses spannend zu lesende Buch, durch das sich als roter Faden historische Ereignisse vor der Eroberung Quebecs durch Großbritannien ziehen, bietete wertvolle Einsichten in Kanadas Doppelkultur. Die Hauptfiguren versinnbildlichen auch die Nationen, denen sie entstammen: Captain Robert Moray steht für das moderne Großbritannien, sein französischer Gegenspieler Doltaire ist der Vertreter eines korrupten Versailler Hofes und der ausgeklammerten französischen Bauernschaft und die junge Alixe, Morays Braut und spätere Ehefrau, ist gleichzeitig ein Symbol des frankokanadischen Adels als auch Neufrankreichs im Allgemeinen. Morays Fähigkeit, seine schottische Identität dem größeren Rahmen der großbritannischen Idee zu unterwerfen, wird von Gilbert Parker ebenso implizit angesprochen, wie er geschickterweise Doltaire zum ausserehelichen Königssohn und Spross einer ungenannten Bauersmutter machte, was es dem Autor ermöglichte, je nach Bedarf die passende Identität mit ins Spiel zu bringen. Alixe setzt ihre Angehörigen, die Kirche und das Land hinter die persönliche Sehnsucht, d.h. ihre Liebe zu Moray, wodurch sie sich als Frankokanadierin an eine britische Leitfigur heftet, was vermutlich von Parker ebenfalls als Symbol mit eingebaut wurde. Sehr lesenswert!