Die Gründung der baden-durlachischen Residenz Karlsruhe und ihre Bedeutung als Denkmal des Absolutismus "... eine gantz[!] neu angelegte Stadt und schönes Schloß in einer luftigen Gegend"
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Produktdetails
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
22.07.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
40 (Printausgabe)
Dateigröße
584 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668019782
Trotz aller Zerstörungen blieb bis heute erkennbar, was das Charakteristikum Karlsruhes ausmachte: Sein im frühen 18. Jahrhundert angelegter fächerförmiger Kern hat die Zeiten überdauert. Von einem im Zentrum gelegenen Schloss ausgehend entwarfen die Planer eine Residenz, die eine Verbindung aus herrschaftlicher Repräsentation und herrscherlicher Zerstreuung, aus geschäftiger Siedlung und grosszügigem Waldgebiet darstellte. Die politische Grundvoraussetzung, unter der ein solches Bauvorhaben in die Tat umgesetzt werden konnte, war das Bestehen eines absolutistischen Staates.
Zwar haben auch spätere Umwälzungen vor allem sozioökonomischer Natur im Grundriss Karlsruhes ihren Niederschlag gefunden, gegenüber der in diesen Zeiten entstandenen unregelmässigen Bebauung ist das geometrisch angelegte Stadtzentrum mit dem Schloss jedoch umso weniger zu übersehen. Heute kann Karlsruhe somit als ein Denkmal gelten, das an die Epoche des Absolutismus ebenso zu erinnern vermag wie an das industrielle Zeitalter.
Die Arbeit beschreibt die Entstehung der baden-durlachischen Residenzstadt und geht zum Abschluss der Frage nach, inwiefern diese ein Denkmal ihrer Gründungsepoche, des frühen 18. Jahrhunderts darstellt.
Der einleitende Abschnitt des Hauptteils skizziert die politischen Rahmenbedingungen. Der anschliessende Teil beschreibt Planung und Bau der Residenz. Schliesslich versucht der Schlussabschnitt, zu zeigen, inwieweit die "Fächerstadt" heute als Denkmal betrachtet werden kann.
Als sie 1715 entstand, versinnbildlichte sie in strenger Geometrie - ob freiwillig oder unfreiwillig - das Ideal politischer Machtverhältnisse. Daneben hat die wirtschaftliche Abhängigkeit einer Residenzstadt vom Hofe in ihrem Grundriss symbolischen Ausdruck gefunden. Rückblickend betrachtet haben jedoch auch die tatsächlichen Zeitumstände ihre Spuren hinterlassen: Die Epoche des Absolutismus geht zuende.
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