Ausgehend von der Einsicht in die unberechtigte Gleichsetzung der physikalischen Theorie Mechanik mit dem mechanistischen Weltbild wird die Mechanik als Modell der neuzeitlichen Naturwissenschaft historisch und epistemologisch charakterisiert und ihre Bedeutung für Kants erkenntnistheoretische Wende bestimmt sowie die Rolle ihrer philosophischen Rezeption für die spätere Mechanismus-Organismus-Bestimmung diskutiert. Vor allem wird Hegels kritische Verarbeitung des Kantschen Organismusbegriffs untersucht, die sich in der begriffslogischen Entwicklung vom Mechanismus zur Teleologie und dem damit verknüpften Konzept von der Rolle des Werkzeugs für das Mensch-Natur-Verhältnis niederschlug. Es wird aufgezeigt, dass an dieses philosophische Gedankengut angeknüpft werden muss, wenn man den heutigen Mechanizismus überwinden will.
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