Grosse politische Entscheidungen fielen nie in Lauenburg, obwohl es bis 1356 kurfürstliche Residenz war. Aber sie wirkten sich aus. Die erste Geschichte der Elbstadt, ausgestattet mit Bildern und Tabellen, schildert aus weit verstreuten Akten vor allem das Gemeinwesen: ohne Umland, gefährdet zwischen Berg und Fluss, dazu noch politisch zerrissen, orientierte es sich weiträumig, kaufmännisch, Schiffahrt treibend, kleinindustriell. Welche Steuern man zahlte, wie die Häuser baute und einrichtete, arbeitete und feierte, was die Bewohner erlitten, Familien- und Rechtsverhältnisse, Sprache, Nachbarschaftsprobleme und vieles mehr, wird ausgebreitet. Nicht zuletzt kommen die kritische Sonderposition im Hitlerreich und moderne Fehlentwicklungen zur Sprache.
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