London 1894. The Great Van Dyke, einer der berühmtesten Illusionisten der Welt, ist für seine gefährlichen und atemberaubenden Zauberkunststücke bekannt. Als Van Dyke bei der Vorführung der spektakulären „Wasserfolter“ nur knapp dem Tod entrinnt und ein weiterer Zauberkünstler bei einem misslungenen Trick im Adelphi Theater beinahe getötet wird, beginnt das Team um Chief Inspector Donald Swanson zu ermitteln.
Schnell stellt sich heraus, dass jemand die Requisiten manipuliert hat. Und Swanson ist sich sicher: Einer aus Van Dykes eigenem Ensemble muss der Täter sein. Wenn er ihn nicht bald findet, geht der nächste Anschlag womöglich tödlich aus …
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
tassieteufel
5/5
07.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Der große Van Dyke, einer der…
Der große Van Dyke, einer der berühmtesten Illusionisten der Welt, der bekannt ist für seine gefährlichen und atemberaubenden Zauberkunststücke, tritt in London 1894 mit seiner spektakulären Wasserfolter im Adelphi Theater in London auf. Chief Inspector Donald Swanson, der schon seit Kindesbeinen eine Schwäche für Zauberkunststücke hat, freut sich darauf, mit seiner Frau einen unterhaltsamen Abend im Theater zu verbringen. Doch dann geht ausgerechnet bei der sensationellen Wasserfolter etwas schief, nur durch das schnelle Eingreifen des Chief Inspektors kann der große Van Dyke gerettet werden. Während der Theaterdirektor das Ganze als Unfall abtun möchte, entdeckt Swanson dass das Schloß des Wassertanks manipuliert wurde. Scheinbar will jemand den Illusionisten tot sehen. Der inzwischen dritte Krimifall für Inspektor Swanson steht ganz im Zeichen der Zauberei und überzeugt mit einem sowohl spannenden als auch unterhaltsamen Kriminalfall. Illusion ist alles, das muß auch der sympathische Chief Inspektor erkennen, der in diesem Fall lange im Dunkeln tappt. Vor und hinter der Bühne wird mit allen möglichen Tricks gearbeitet und fast nichts ist so wie es scheint, Täuschung ist alles! Wer die beiden Vorgänger mochte, der wird auch hier wieder seine Freude haben! Denn es gibt ein Widersehen mit Frederick Greenland, der dem Inspektor schon in den anderen Fällen helfend zur Seite stand und der geneigte Leser trifft auch wieder auf Oskar Wilde, der der Geschichte seinen ganz eigenen Charme aufdrückt und mit seinem etwas anstößigen Benehmen und unzüchtigen Bemerkungen öfter für Heiterkeit bei mir sorgte. Mir hat dieser dritte Teil besonders gut gefallen, weil der Autor hier zu einem flotten, launigen und sehr amüsanten Schreibstil gefunden hat, der in den beiden Vorgängern teilweise noch ein wenig steif war. Selten habe ich derart amüsante Szenen über Darmprobleme gelesen, der arme Sergeant Phelps tat mir beim Lesen von Herzen leid! Neben den launigen Begebenheiten kann aber vor allem auch der Krimifall überzeugen, der undurchsichtig und mit vielen Wendungen konstruiert wurde und am Ende dann doch für eine Überraschung sorgt. Sehr interessant sind auch die Ausführungen zur Polizeiarbeit und der damals noch recht neuen Forensik, hier entsteht ein plastischen Bild der polizeilichen Ermittlungen zur viktorianischen Zeit. Wie schon die Vorgänger, so hat auch dieser Band ein wunderschönes Cover, das einerseits thematisch zum Buch und andererseits auch stilistisch zu den bisherigen Büchern paßt. FaziT: ein gelungener, wendungsreicher und undurchschaubarer Plot, der einen unterhaltsamen Krimifall mit realen und fiktiven Charakteren zu einer rundum gelungenen Geschichte verbindet! Wer viktorianische Krimis liebt, der kommt hier voll auf seine Kosten.
PMelittaM
aus Köln
5/5
26.06.2016
Buch (Taschenbuch)
Die Reihe wird immer besser
London, 1894: Chief Inspector Donald Swanson liebt Zauberkunststücke und deshalb will er sich mit seiner Ehefrau einen schönen Abend im Adelphi Theater machen, in dem gerade mehrere Zauberer auftreten. Während der Vorstellung kommt es fast zu einem Todesfall, alles deutet auf einen Mordversuch hin, denn offensichtlich wurde eine der Requisiten manipuliert.
Der bereits dritte Roman der Reihe kommt dieses Mal mit einem rotbraunen Schnitt daher und hat auch wieder ein schönes Cover zu bieten, das optisch gut zu den anderen passt und einen bereits in das viktorianische London entführt. Das Setting des Zauberermilieus gefällt mir gut, wer hat nicht schon mal über eines der Kunststücke gestaunt und gegrübelt, wie sich das wohl bewerkstelligen lässt. Der Autor lässt es sich wieder nicht nehmen, neben Donald Swanson weitere historische Persönlichkeiten unter sein Figurenensemble zu mischen, dabei auch mehrere der Zauberkünstler. Auch Oscar Wilde gibt sich wieder die Ehre, dazu eine ganze Reihe fiktiver, aber bereits aus den Vorgängern bekannter Charaktere, wie etwa Frederick Greenland, der mein Lieblingscharakter ist. Mir gefallen sie alle gut, skurril und einzigartig wie sind. Ebenso gefällt mir der Humor, der mich öfter zum Schmunzeln bringt.
Der Fall ist interessant, bietet ausreichend Möglichkeit mitzurätseln und wartet mit einigen Überraschungen auf. Die Auflösung allerdings konnte mich nicht hundertprozentig überzeugen, mir erschien das Vorgehen des Täters nicht frei von Unlogik, jemand, der alles gut geplant hat, hätte sich in einer so wichtigen Sache nicht auf einen Zufall verlassen, denke ich. Das ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen in dem ansonsten erstklassig komponierten Roman.
Mir scheint, die Reihe wird mit jedem Roman besser, und da es auf jeden Fall noch weitere geben wird, freue ich mich schon darauf, diese lesen zu können. Für diesen Roman vergebe ich knappe 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.