Der schillernde Begriff des Stereotyps wird unter historischem, theoretischem und methodischem Aspekt untersucht und teilweise neu definiert. Dabei werden verschiedene Konzepte von Stereotyp (Routineformeln, "Bilder im Kopf", Vorurteile) hinterfragt. Aus soziologischer und konversationsanalytischer Perspektive wird hervorgehoben, dass das gruppenkonstituierende Potential von Stereotypen zugleich ab- und ausgrenzende Aktivitäten auslösen kann. Anhand von Gesprächsprotokollen und Fragebogenerhebungen werden u.a. deutsch-deutsche Konflikte, Einstellungen gegenüber Zigeunern, Probleme argentinischer Einwanderer und "das Bild der Deutschen" in Polen thematisiert. Die Vielfalt der Themen, der theoretischen Standpunkte und des methodischen Vorgehens vermitteln dem Leser - ergänzt durch umfangreiche Literaturlisten - wichtige Detaileinsichten sowie einen Überblick über Tendenzen der aktuellen Stereotypenforschung.
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