"Lernt mich gut lesen!" Nietzsche lesen als Einübung in die Haltung des freien Geistes
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.11.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
48
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.4 cm
Gewicht
84 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-09615-8
Dieser Arbeit liegt die Überzeugung zu Grunde, dass die aussergewöhnliche und schwer zu beschreibende Kraft des Werkes Nietzsches vor allem mit der eigentümlichen Verschränkung von Form und Inhalt zusammenhängt. Diese soll hier mit besonderem Fokus auf den Leser untersucht werden. Durch welche literarischen Mittel lässt Nietzsche den Leser was erfahren? Und welche Konsequenzen hat seine Art und Weise des Schreibens auf die Haltung des Lesers?
Zwar ist der "Nietzscheleser" an sich nie zu beschreiben, da jeder Leser sich und sein Leben in die Lektüre hineinträgt, dennoch möchte ich versuchen Hinweise in den sprachlichen Mitteln Nietzsches und in seinen eigenen Äusserungen über sein Schreiben zu finden, die eine gewünschte Wirkung seiner formulierten Sprache erkennen lassen. Nach einigen Vorbemerkungen zu Nietzsches Auffassung von Stil und Sprache soll der Aphorismus, der ein wesentlicher Bestandteil der Schriften Nietzsches ist, in den Blick genommen werden. Er interessiert zunächst als aussergewöhnliche Art des Philosophierens, besonders in Hinblick auf seine dialektische, offen-geschlossene Form.
Anschliessend sollen beispielhaft zwei Aphorismen der Fröhlichen Wissenschaft herausgegriffen werden und auf heraus stechende literarische Mittel untersucht werden. In einem anschliessenden Exkurs soll besonders die Metapher in ihrem spezifischen Wahrheitscharakter nach Hans Blumenberg beleuchtet werden. Es handelt sich in dieser Arbeit um eine Auswahl von Aphorismen, der kein besonderes Schema zu Grund liegt, da dieses Vorhaben grundsätzlich mit jedem Aphorismus Nietzsches möglich wäre. Aus der Analyse sollen Konsequenzen und Wirkungen für die Denkhaltung des Lesers herausgearbeitet werden, die anschliessend mit dem Charakter des "freien Geistes", den Nietzsche entwirft, in Verbindung gebracht werden (Kapitel 4). Dabei leitet mich die These, dass die intensive Lektüre von Nietzsches Aphorismenbücher, genauer der Fröhlichen Wissenschaft als Einübung in eine philosophische Haltung des freien Geistes verstanden werden kann.
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