Produktbild: Die Geheimnisse des Roten Meeres
Band 735

Die Geheimnisse des Roten Meeres Roman. Mit Fotografien des Autors

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.04.2016

Abbildungen

Mit Fotografien des Autors

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/11.3/2.7 cm

Gewicht

320 g

Farbe

Mint / Tabak

Auflage

1

Originaltitel

Les Secrets de la Mer Rouge

Übersetzt von

Gerhard Meier

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20735-6

Beschreibung

Rezension

»Packend, (selbst)kritisch und minuziös schildert Monfreid sein ›Paria-Leben‹ in Djibouti und Äthiopien, die verlogenen Spiele der Kolonialpolitik, aber auch den Farbenrausch der Natur, die ›kupfernen Körper‹ jemenitischer Fischer, die Pein der Perlentaucher – oder eine archaische Bauchoperation mit viel Weihrauch, heisser Butter, Termiten und Mimosendornen. Henry de Monfreid wurde 95 und zum Mythos.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Als ich das Buch zu lesen begann, tauchten vor meinen Augen wie von selbst Bilder französischer Impressionisten auf. Ich war erstaunt, als ich später erfuhr, dass im Elternhaus des Autors, selbst Kind eines Malers, Künstler wie Matisse oder Gauguin ein und aus gegangen waren. Was den Helden des Buches betrifft, so mische man einen Löffel Lawrence von Arabien, ein Prise Antoine de Saint-Exupéry und vielleicht noch ein wenig Hemingway. Das Ergebnis: der Autor Henry de Monfreid selbst. Das Buch erzählt von Aufbruch und Sehnsucht. Es bietet in gleicher Weise Stoff für Abenteurer wie für Träumer. Diese Buch ist einfach schön.« ("bibliotheksnachrichten")
»Das Buch ist spannend, lehrreich und anschaulich erzählt. Zwischen den Zeilen erkennt man den diskreten, intelligenten Autor, der seinen Lesern Raum lässt. Kaum Wertungen, keine Belehrungen, dafür gebanntes Beschreiben und aufgeregtes Handeln. De Monfreid schafft beides, Atmosphäre und Zusammenhänge. Damit gewinnt er erzählerisch immer wieder an Fahrt. Er schreibt wie vom Monsun getrieben – uns Lesern bläst dabei der Fahrtwind durchs Haar.« ("Die Zeit")
»Kann ein Bestseller 80 Jahre überleben, kann ein Abenteuerroman, der 1931 in Frankreich Furore machte, heute noch fesseln, kann ein erfolgreicher ›Modeautor‹ heute noch gelesen werden? Das sind die Fragen, die sich angesichts der deutschen Erstausgabe von Henry de Monfreids Roman Die Geheimnisse des Roten Meeres stellen. Der Unionsverlag hat diese Fragen vorbehaltlos bejaht und dem Publikum etwas geschenkt, das schon einmal ein Klassiker war und auch wieder werden könnte. Das Genre Abenteuerroman ist viel zu eng für das bravouröse Werk, das jetzt in der schönen Übersetzung von Gerhard Meier vorliegt. So intensive Landschaftsbeschreibungen der atemberaubenden Schönheiten des Meeres, der Gestade und Inseln, der Riffs und des Sternenhimmels liest man nicht in Abenteuerromanen. So genaue, anthropologisch wie ethnografisch ergiebige Porträts der Menschen, denen der Abenteurer nicht immer freiwillig begegnet, findet man selten. So unterhaltsam und voller Selbstironie erzählt der Autor von seinen kleinen und großen Gesetzesübertretungen. Täglich raucht er seine Opiumpfeife, wandert zwischendurch auch mal ins Gefängnis, zwischen allen Stühlen trainiert er sich den Überlebenswillen des echten Abenteurers an.« ("Neues Deutschland")
»Dass einer ein so unverdrossenes Vergnügen an der Tollkühnheit hat, sich wie ein – Odysseus des Roten Meeres listenreich aus Piratenangriffen, gestellten Fallen, Verfolgungsjagden auf hoher See und tückischen Untiefen befreit und dabei auch noch weltgewandt, kenntnisreich und begabt genug ist, aus dem Erlebten herzzerreißend schöne und pulsbeschleunigend spannende Literatur zu machen, stimmt einen ungeheuer heiter. Monfreid ist eine herrliche Abwechslung zu dem Übermaß an Befindlichkeitsliteratur, mit der man es dieser Tage zu tun hat. Vielleicht macht auch das exotische Setting ganz einfach Spaß. Prall gefüllt mit genialen Porträts, Gesprächsszenen, Landschaftsbildern und mit kühnen Segelmanövern, bei denen einem fast das Herz stehenbleibt.« ("Falter")
»Ein grandioser Erfahrungsbericht zwischen Exotismus und Kritik am Kolonialismus. De Monfreid gelingt es auf beeindruckende Weise, den Leser ganz für sich zu gewinnen: Man schmeckt, riecht und fühlt, als wäre man selbst dabei. Das Bild, das der Autor in den Geheimnissen des Roten Meeres von der Region zeichnet, ist von Gegensätzen geprägt. Einerseits lässt er uns teilhaben an paradiesischen Zuständen. Andererseits schildert de Monfreid den harten, arbeitsreichen Alltag der Menschen, mit denen er zusammentrifft: Arabische und afrikanische Seeleute, Perlentaucher und Sklaven werden von einheimischen und europäischen Kaufleuten ausgebeutet. Die Geheimnisse des Roten Meeres ist ein Buch, das regelrecht vor Leben strotzt. Es ist eine reportageartige Abenteuergeschichte, aber auch ein Selbstporträt – der sehr lesenswerte Entwicklungsroman eines Aussteigers .« ("Zenith")
»Henry de Monfreid flüchtet aufs Meer. Vor allem flüchtet er vor dem kleinbürgerlichen Europa. Wird lieber Perlentaucher. Streitet lieber mit jemenitischen Piraten. Schmuggelt Waffen an den Briten vorbei nach Ägypten. Schmuggelt Haschisch. Ist in Äthiopien Besitzer eines Elektrizitätswerks. Sitzt im Gefängnis. Ist im ersten Weltkrieg Spion für Frankreich... Henry de Monfreid war auch ein feiner Schriftsteller: und selbst wenn er über sich erzählte , ließ er dem Roten Meer die Hauptrolle. Und ist nach wie vor Medizin gegen das Fernweh.« ("Kurier")
»Henry de Monfreids abenteuerliche Erzählungen bestechen mit Zeitkolorit, genauen Beschreibungen von Natur und Mensch, sowie den kulturellen Gepflogenheiten, die unterhaltsames Konfliktpotenzial bieten. Die anschaulich beschriebene Operation ohne Narkose, bei der die Schnittverletzung an einem Magen mit Hilfe von Termiten geflickt wird, bleiben noch lange in Erinnerung.
»Der bilderreiche, authentisch erzählte Band gehört als klassische Spannungslektüre schon für jugendliche Leser in jede Bibliothek.« ("ekz. Bibliotheksservice")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.04.2016

Abbildungen

Mit Fotografien des Autors

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/11.3/2.7 cm

Gewicht

320 g

Farbe

Mint / Tabak

Auflage

1

Originaltitel

Les Secrets de la Mer Rouge

Übersetzt von

Gerhard Meier

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20735-6

EU-Ansprechpartner

Prolit
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
service@prolit.de

Herstelleradresse

Unionsverlag
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
mail@unionsverlag.ch

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  • Almut Scheller-Mahmoud

    aus Hamburg

    5/5

    10.11.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Alles Schrifstellerleben sei…

    Alles Schrifstellerleben sei Papier, heißt es. Henry de Monfreid lockte die Liebe zur Freiheit in ein Abenteuerleben am Horn von Afrika unter Piraten, Waffenschmugglern, Perlentauchern und Sklavenhändlern. Er entführt uns in diese entfernte Weltgegend, wo Franzosen, Briten, Türken und Italiener ihre „Claims“ abgesteckt hatten und um Besitz und Einflussnahmen rivalisierten. Er schreibt autobiographisch, sein Leben speist sich aus Wagemut, Unbekümmertheit und seinem Freiheitsrausch: ohne erfundene Ausschmückungen abenteuerlicher Phantasien wie bei Karl May. Weder Jack London, noch Lawrence of Arabia, Thesiger oder Richard Burton waren bei ihren Reisen so sehr auf die persönliche Freiheit fixiert. Er kauft eine Dhau, um mit der Perlenfischerei finanziell ein freier Mann zu bleiben. Er trifft er auf windige Händler von Perlen, Waffen, Sklaven und Drogen und auf Piraten. Er bewundert das einfache Leben der Völker und Stämme. Das Leben seiner zivilisierten Zeitgenossen sieht er fremdbestimmt und eingeengt von Gendarmen und Zöllnern, Gefängniswärtern, Soldaten und Gouverneuren. Er kleidet sich wie die Einheimischen, spricht Arabisch und achtet ihr Wesen, ihre Mentalität und Religion. Er konvertiert sogar zum Islam. Das Buch enthält Sozialkritik und Auflehnung gegen den Hochmut der Weißen, Nachdenkliches über den Einfluss des Westens auf das Leben und die Kultur. Er konstatiert auch bei sich selbst eine koloniale Denkweise, die er aber er hinterfragt. Exotische geographische Namen tauchen auf (Vorschlag an den Verlag: die Integration einer kleinen Karte zur Orientierung). Menschen werden vorgestellt wie Ato Joseph, Jaques Schouchana, Zanni, Said Ali, Cheik Issa, Sergent Chevet, sein Freund Lavigne, Monsieur Cocalis und die verschiedenen Beamten. De Monfreids Lebensbericht endet durch Intrigen: natürlich ist ein intelligenter freiheitsliebender Mann, der die schon damals üblichen Manipulationen um Macht und Geld aufdeckt, den engstirnigen moralinsaueren Hütern von Recht und Ordnung ein Dorn im Auge. Dieser Roman ist ein lebenspralles authentisches Werk, nicht zu vergleichen mit der heutigen Reiseliteratur, die privilegierte Aussteiger-Literatur ist. Anschaulich werden die einzelnen Charaktere der indigenen Bevölkerung wie der ansässigen Weißen skizziert. Meereslandschaften beschreibt er aufwühlend und farbig: Meerespoesie. Aber auch die erdigen und himmlischen Landschaften sind mitreißend poetisch verewigt. Seine Sprache ist malerisch, wie mit dem Pinsel geschrieben. Wer ein Faible für das Meer hat, wer wahrheitsgetreue virile Abenteuer in exotischen Landstrichen und Meeresbuchten schätzt – dem Seemännischen wird in epischer Breite gehuldigt – wer zudem noch wissbegierig ist zu nicht alltäglichen Fakten, für den ist dieses Buch ein Schatzkästlein. Dieses ist wahrhaftig kein papiernes Schriftstellerleben, sondern strotzend vor Leben. Es ist ein Beweis für Amor fati. Interessant, das Damals mit dem Heute zu vergleichen: überall der Orient klischeehaft in Szene gesetzt, kaum noch Ursprüngliches.

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