Ausflug in die Gedankenwelt der Kinder. Klinisches Interview nach Piaget zur Invarianz der Substanz
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
13.01.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
556 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668123922
Im Folgenden möchte ich näher auf einige Aspekte der beiden mittleren Stadien eingehen. Dabei handelt es sich um ausgewählte Aspekte, die im weiteren Verlauf des Berichts wichtig sind. Das präoperatorische Stadium, das auch präoperational oder zu Deutsch voroperatorisch genannt wird, zeichnet sich aus durch die Bildung stabiler mentaler Repräsentationen und entwickelt sich bei Kindern zwischen zwei und sieben Jahren.
Im Verlaufe dieses Stadiums wird die Fähigkeit zur Repräsentationen unabhängig vom "Hier und Jetzt" geschaffen. Die Kinder können zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht konservieren. Es fehlt ihnen der Erhaltungsbegriff, bzw. das Verständnis für Invarianz, und das physikalische Kausalverständnis. Das heisst, sie verstehen die Idee, dass bestimmte physikalische Merkmale von Gegenständen die gleichen bleiben, auch wenn sich ihre äussere Erscheinung verändert noch nicht. Die Kinder konzentrieren sich stattdessen auf einen Aspekt der Situation und vernachlässigen andere wichtige Merkmale und sind noch nicht in der Lage beobachtete Abläufe umzudrehen. Erst im dritten Stadium, dem konkret-operatorischen Stadium erwerben die Kinder das Konzept der Invarianz und das der Kausalität. Die Reversibilität des Denkens nimmt zu und ermöglicht es ihnen einfache logische Operationen, die sich auf reale Gegenstände und konkrete Handlungen beziehen, durchzuführen. Vollständig erreicht hat man diese Fähigkeiten erst im nächsten und letzten Stadium.
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