Zur Konkurrenz von Verbindlichkeitsrückstellungen und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.03.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
466 KB
Auflage
1
Sprache
Deutsch
EAN
9783668172951
Mit der Einführung des
5 Absatz 4a EStG durch das Gesetz zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform wurde die Bildung von Drohverlustrückstellungen in der Steuerbilanz endgültig verboten. Handelsrechtlich besteht dagegen nach wie vor gemäss
249 Abs. 1S. 1HGB die Verpflichtung, die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden.
Mit dieser Regelung hat der Gesetzgeber den Grundsatz der Massgeblichkeit in einem bedeutsamen Themenbereich durchgebrochen. Aufgrund der bis Ende 1996 identischen steuerlichen Konsequenzen war die Differenzierung der beiden Rückstellungsarten vielmehr eine dogmatische Frage. Seit 1997 hat jedoch die Abgrenzung zwischen ertragsteuerrechtlich anzuerkennenden Verbindlichkeitsrückstellungen und ertragsteuerrechtlich unbeachtlichen Drohverlustrückstellung erhebliche praktische Relevanz erlangt.
So liegt es im Interesse der Steuerpflichtigen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften als Verbindlichkeitsrückstellung zu deklarieren, wohingegen die Finanzbehörden bestrebt sind, wirtschaftliche Belastungen, die im Zusammenhang mit schwebenden Geschäften stehen, als Drohverlustrückstellung, verbunden mit den steuerlichen Konsequenzen, zu behandeln.
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