Schopenhauer. Mitleidsethik oder Pflichtethik?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
12.05.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
486 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668217065
Einerseits scheint es unabdingbar, dass moralische Prinzipien nicht bloss auf subjektive Neigungen gegründet werden können, sollen sie universale Gültigkeit besitzen. Andererseits scheint es aber auch plausibel, dass die reine Einsicht in ein solches universelles Moralprinzip noch nicht hinreichend ist eine moralische Handlung zu aktivieren, da jede Handlung ein Motiv voraussetzt. Aber sind Motive nicht wiederum immer nur subjektiv? Wie ist es dann mit der Universalität von Moral bestellt?
Nach Kant soll der Beweggrund des Wollens die Pflicht sein. Dem Wollen wird dabei eine "transzendentale Freiheit" voraussetzt. Eine moralische Handlung ist hierbei nicht aufgrund ihres zu erreichenden Ziels wertvoll, sondern allein aufgrund des Prinzips dieses Wollens. Wohltun aus Neigung ist daher für Kant ohne grosse moralische Bedeutung, denn Neigungen gehen nur aus subjektiven und damit eingeschränkten Maximen hervor. Doch müssen ethische Grundsätze, so Kant, objektiv und damit allgemein sein. Sein oberster Grundsatz ist dabei das Sittengesetz, bzw. der Kategorische Imperativ. Genau wie die apriorischen Erkenntnisformen ist es dabei rein formal. Kant räumt jedoch ein, dass es der subjektiven Neigungen bedarf, damit überhaupt eine Handlung zustande kommen kann, nur dass diese Neigungen dann am Sittengesetz wie an einem Kompass ausgerichtet werden.
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