Intervention zur Prävention von Kindesmisshandlung. Die Rolle des elterlichen Erziehungsstils bei der Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
20.07.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
62 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-23236-5
Nach Bast (1975) ist Kindesmisshandlung eine nicht zufällige, bewusste oder unbewusste gewaltsame seelische und/oder körperliche Beeinträchtigung oder Vernachlässigung des Kindes durch Eltern oder andere Erziehungspersonen, die das Kind schädigt, verletzt, in seiner Entwicklung hemmt oder sogar zum Tode führt. Unter Misshandlung fallen sowohl körperlicher, emotionaler und sexueller Missbrauch, als auch Vernachlässigung.
Im Gegensatz zu den jährlich angezeigten Fällen von Kindesmisshandlung unterhalb der Ein-Prozent-Grenze, sprechen retrospektive Befragungen von Jugendlichen und Erwachsenen hingegen für Lebenszeitprävalenzen von über zehn Prozent. Die begrenzte Anzeigebereitschaft und- fähigkeit der minderjährigen Opfer und ihrer Bezugspersonen führe zwangsläufig zu einer drastischen Untererfassung der Viktimisierung von Kindern und Jugendlichen. Somit dürfte den Behörden die überwiegende Mehrzahl der Misshandlungs- und Vernachlässigungsfälle unbekannt bleiben.
Kindesmisshandlung- und vernachlässigung stellen allerdings hohe Risikofaktoren für die kindliche Entwicklung und zudem sogar teilweise eine Todesursache im Kindes- und Jugendalter dar. Wie auch die in dieser Hausarbeit vorgestellten Artikel beschreiben, leiden betroffene Kinder und Jugendliche in der Folge an einer Bandbreite von psychischen-, Verhaltens- und interpersonalen Problemen. Wut, Feindseligkeit, Schuldgefühle, Scham, Angst und Depression sind häufig auftretende emotionale Reaktionen von Kindern, die Opfer von Misshandlung geworden sind. Wenn es zu Misshandlung durch die Eltern kommt, sei diese Beziehung erwartungsgemäss gestört. Misshandelte Kinder in dieser Untersuchung wiesen entsprechend ein höheres Mass an Reizbarkeit, emotionaler Labilität und internalisierenden Verhaltens auf.
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