Warum funktionieren Kommunikationsrezepte nie? Was bedeutet Schweigen? Mit wie vielen Ohren hören wir zu? Warum sind Missverständnisse normal? Wie übt man Kritik, ohne den anderen zu verletzen? Ist das Miteinander-Reden eine Lebenskunst?Dies ist ein Buch über die grossen und kleinen Fragen der Kommunikation, ein Dialog zwischen dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun und dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen.Gleichermassen humorvoll und ernst, mit Lust an der Debatte und der erhellenden Zuspitzung entfalten die Autoren die zentralen Modelle der Kommunikationspsychologie (das Kommunikations- und Wertequadrat, die Metapher vom Teufelskreis und das Bild vom inneren Team, das Situationsmodell und das Ideal der Stimmigkeit) und zeigen, wie sich humanistische Psychologie und systemisches Denken, die Betrachtung innerer und äusserer Kräftefelder produktiv verbinden lassen. Überdies wird deutlich, wie sich die verschiedenen Modelle und Perspektiven in der Praxis (Coaching, Pädagogik, interkulturelle Kommunikation) bewähren.Den Schluss des Buches bildet ein Gespräch über das Glück und den Tod und die Frage, was Kommunikation im Angesicht der eigenen Endlichkeit zu leisten vermag. Offenbar wird so das Panorama eines Denkens, das keine Fertig-Rezepte der besseren Lebensführung bietet, wohl aber Reflexionswerkzeuge und gedankliche Geländer für individuell stimmige Lösungen.
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Steffi
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31.05.2019
Buch (Paperback)
Ein informatives Gespräch über die Kunst des Miteinander-Redens
Im Alltag erleben wir häufig fehlgeleitete Kommunikation: Missverständnisse entstehen oftmals durch unpassende Formulierungen, mangelhaftes Interesse am Gespräch sowie halbherziges Zuhören.
Manchmal jedoch werden unsere Aussagen aus anderen Gründen fehlinterpretiert. Kann man Missverständnisse überhaupt vermeiden?
Antworten auf meine Fragen versprach die 2. Auflage des Sachbuchs „Kommunikation als Lebenskunst“ von den Autoren Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun. Erschienen ist das Buch 2016 im Carl-Auer-Verlag.
Dieses Buch besteht aus einem Dialog zwischen dem Psychologen und Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun und dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen.
Unterteilt wird das Buch in 3 große Kapitel: Die großen Fragen, die konkreten Fragen, die letzten Fragen.
Schulz von Thun erklärt zu Beginn des ersten Kapitels das Kommunikationsquadrat (Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung, Appell) anhand von leicht verständlichen Beispielen.
Die Situation: „Ein Mann und eine Frau sitzen im Auto, der Mann auf dem Beifahrersitz, die Frau fährt. Und er sagt „Du, da vorne ist grün!“ Auf der Ebene der Sachinhalte ist dies eine überprüfbare Information … simultan gibt der Mann – Stichwort Selbstkundgabe – auch etwas von sich selber preis, eventuell ist er ungeduldig oder in Eile. Auf der Ebene der Beziehung lässt er vielleicht einen Kompetenzzweifel an ihrer Fahrtüchtigkeit erkennen. … womöglich enthält seine Äußerung den Appell, etwas schneller zu fahren … .“
Beim Gespräch über Kommunikationspsychologie in der interkulturellen Kommunikation stellt Schulz von Thun fest „Der Deutsche ist gnadenlos sachorientiert, der Amerikaner beziehungsorientiert, der Japaner kontextorientiert.“
Pörksen stellt Schulz von Thun in diesem Buch sehr viele Fragen, die alle ausführlich, mal mit Humor und doch mit dem nötigen Erst, betrachtet und in einer leicht verständlichen Sprache erläutert werden.
Der Inhalt ist klar strukturiert: Durch das Inhaltsverzeichnis findet man schnell die Informationen, welche man nachschlagen möchte. Zwischenüberschriften sorgen für eine gute Übersicht.
Zudem erfährt man persönliches über den Psychologen, was ihn vertraut und sympathisch erscheinen lässt.
Am Ende des Buches befinden sich eine Liste mit Literaturhinweisen, sowie kurze Informationen zu den beiden Autoren.
Wer sich für Kommunikation interessiert und herausfinden möchte, warum wir uns oft missverstehen oder unschlüssig sind und wie man seine eigene Kommunikation verbessern kann, für den lohnt sich dieses Buch.