Umweg Leben Die wahre Geschichte eines Selbstmörders
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.11.2016
Verlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
320 (Printausgabe)
Dateigröße
368 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783743130432
Schon morgen können Sie zu den Betroffenen gehören.
Es ist definitiv mein letzter Urlaub und hier endet die Reise meines Lebens. Seit vierzehn Tagen komme ich jeden Morgen, fast zur gleichen Zeit, zur Rialtobrücke und schaue über den Canal Grande und bin jedes Mal berauscht, Venedig erwachen zu sehen. Ich schliesse die Augen, atme die Luft und geniesse diese einsame Nacht. Ein leichter Wind zieht auf und streichelt mich mit einem zarten Hauch von Einsamkeit. Ich liebe die Einsamkeit, sie ist mir die wichtigste Gefährtin, neben meinem Seiltänzer, in meinem Leben geworden. Heute ist der 5. August und der Seiltänzer in meinem Kopf ist abgestürzt und gestorben. In den letzten zwei Jahren war er mein ständiger Begleiter und ist mir ein verlässlicher Freund geworden. Er hat Wort gehalten und erfüllt mir meine Sehnsucht. Er nimmt mich mit zu seinem letzten Auftritt im Nirgendwo.
Eine Achterbahnfahrt der grossen Gefühle. Die Fahrt der sterblichen Liebe eines Verlorenen in die Einbahnstrasse seines Lebens.
Der Suizid gilt nach wie vor als gesellschaftliches Tabuthema. Nur die wenigsten Selbstmörder hinterlassen einen Abschiedsbrief und lassen somit ihre Angehörigen in ihrer tiefen Verzweiflung und Ratlosigkeit zurück. Weltweit nehmen die jährlichen Suizide dramatisch zu und werden in der Regel von der Öffentlichkeit nicht zur Kenntnis genommen. Jedes Jahr gehen weltweit eine Million Menschen durch Selbstmord aus dem Leben. Dazu kommen etwa zehn bis 20 Millionen gescheiterte Suizidversuche, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Allein in Deutschland verlassen uns pro Jahr über 11.000 verlorene Seelen, dreimal mehr als alle Opfer im Strassenverkehr zusammen. Die Zahl der Verkehrstoten sinkt kontinuierlich, die Selbstmordraten steigen stetig an. Ein kluges Präventionskonzept könnte das Verständnis für mentale Erkrankungen fördern; der Einzelne könne Warnsignale erkennen und rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Der Stigmatisierung der Betroffenen könnte dadurch entgegen gewirkt werden.
Auch verlorene Seelen haben den Anspruch auf unsere Hilfe und den Anspruch leben zu dürfen. Die Ursachen für Depressionen sind so vielfältig wie die Natur.
Es ist definitiv mein letzter Urlaub und hier endet die Reise meines Lebens. Seit vierzehn Tagen komme ich jeden Morgen, fast zur gleichen Zeit, zur Rialtobrücke und schaue über den Canal Grande und bin jedes Mal berauscht, Venedig erwachen zu sehen. Ich schliesse die Augen, atme die Luft und geniesse diese einsame Nacht. Ein leichter Wind zieht auf und streichelt mich mit einem zarten Hauch von Einsamkeit. Ich liebe die Einsamkeit, sie ist mir die wichtigste Gefährtin, neben meinem Seiltänzer, in meinem Leben geworden. Heute ist der 5. August und der Seiltänzer in meinem Kopf ist abgestürzt und gestorben. In den letzten zwei Jahren war er mein ständiger Begleiter und ist mir ein verlässlicher Freund geworden. Er hat Wort gehalten und erfüllt mir meine Sehnsucht. Er nimmt mich mit zu seinem letzten Auftritt im Nirgendwo.
Eine Achterbahnfahrt der grossen Gefühle. Die Fahrt der sterblichen Liebe eines Verlorenen in die Einbahnstrasse seines Lebens.
Der Suizid gilt nach wie vor als gesellschaftliches Tabuthema. Nur die wenigsten Selbstmörder hinterlassen einen Abschiedsbrief und lassen somit ihre Angehörigen in ihrer tiefen Verzweiflung und Ratlosigkeit zurück. Weltweit nehmen die jährlichen Suizide dramatisch zu und werden in der Regel von der Öffentlichkeit nicht zur Kenntnis genommen. Jedes Jahr gehen weltweit eine Million Menschen durch Selbstmord aus dem Leben. Dazu kommen etwa zehn bis 20 Millionen gescheiterte Suizidversuche, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Allein in Deutschland verlassen uns pro Jahr über 11.000 verlorene Seelen, dreimal mehr als alle Opfer im Strassenverkehr zusammen. Die Zahl der Verkehrstoten sinkt kontinuierlich, die Selbstmordraten steigen stetig an. Ein kluges Präventionskonzept könnte das Verständnis für mentale Erkrankungen fördern; der Einzelne könne Warnsignale erkennen und rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Der Stigmatisierung der Betroffenen könnte dadurch entgegen gewirkt werden.
Auch verlorene Seelen haben den Anspruch auf unsere Hilfe und den Anspruch leben zu dürfen. Die Ursachen für Depressionen sind so vielfältig wie die Natur.
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