Die Dialektisch-Behaviorale Therapie. Ein Stützwerk für Borderline-Erkrankte im sozialpsychiatrischen Kontext
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.07.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
48 (Printausgabe)
Dateigröße
563 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668264991
Die Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung ist vielen Menschen, einschliesslich Psychotherapeuten und Sozialarbeitern ein Gräuel. "Borderliner", oder wie Betroffene sich auch nennen "Grenzgänger", gelten als impulsiv, unberechenbar, manipulierend und kaum behandelbar.
Laien nehmen die den Persönlichkeitsstörungen zugeordneten Krankheit oft nicht ernst, sehen sie als Modekrankheit oder Ausrede für atypische Verhaltensweisen an.
Dabei stehen Erkrankte unter einem unglaublichen Leidensdruck. Viele haben unzählige Therapien begonnen und auch genauso viele wieder abgebrochen. Ein relativ neues Therapiekonzept soll Abhilfe schaffen und hat in empirisch belegten Studien bemerkenswerte Ergebnisse erbracht. Die Dialektisch-Behaviorale Therapie, kurz DBT. Die Begründerin Marsha M. Linehan sieht die Ursache in einer emotionalen Dysregulation begleitet von stark parasuizidalem Verhalten. Zwischenmenschliche Beziehungen scheinen oft unmöglich. Ein Fertigkeitstraining soll die negativen Verhaltensweisen in positive umwandeln und den Betroffenen damit zu einem gesundem, positiven und selbstgesteuertem Lebensstil verhelfen. Dazu kann schon das Verreiben von Eiswürfeln auf der Haut oder der Biss auf eine Chilischote beitragen; jeder Patient hat seinen ganz eigenen "Notfallkoffer".
Eine stabile psychosoziale Betreuung ist für die Therapie von grosser Bedeutung und ist damit ein grosser Bestandteil der klinischen Sozialarbeit. Sozialarbeiter unterstützen in Deutschland die DBT auf vielseitige Weise, sie sind sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Therapie tätig; hinzu bilden sie in sozialpsychiatrischen Wohnangeboten und Beratungsstellen einen grossen professionellen Anteil der Hilfe. Durch die raschen und langfristig wirkenden Erfolge der DBT ist es daher wichtig in Einrichtungen und Institutionen Kenntnisse über das Therapiekonzept und über die allgemeine Gefühlswelt der Klienten zu erlangen. Hand in Hand mit einem multiprofessionellen Team zu intervenieren, ist bei einer hohen Abbruchrate der Therapie von grosser Bedeutung; eine stabile zwischenmenschliche Beziehung zwischen Klient, Therapeut und Sozialarbeiter ein "Muss".
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