Die Figur der Guste Daimchen in Heinrich Manns Roman "Der Untertan"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.08.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
264 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656725633
Während Heinrich Mann in einem Brief an Ludwig Ewers 1894 betont, dass ihm nichts über "richtig gesehene, eindrucksvolle Frauengestalten" gehe und sie der "Prüfstein für jeden Dichter" seien, haben seine Frauenfiguren in der Forschung - im Gegensatz zur Figur Diederich Hesslings oder dem Strukturprinzip der Satire - auffallend wenig Beachtung gefunden. Dies überrascht, denn es sind gerade die Frauen, die die hierarchische Ordnung in Netzigs Männergesellschaft stützen, und es ist Guste Daimchen, die spätere Frau Generaldirektor Hessling, die unter zeitkritischer Perspektive nicht weniger satirisch gezeichnet ist als Diederich Hessling selbst. Dass Heinrich Mann Guste Daimchen ganz im Klischee ihrer zeitgenössischen Geschlechterrolle konzipiert, sie auffällig sorgfältig an die Kaisergattin Auguste Viktoria anlehnt und nur durch ihre Person ermöglicht, dass die Hauptfigur zum "ökonomisch wie politisch mächtigsten Mann von Netzig" avanciert, spricht zweifellos für ihre wichtige Bedeutung im Roman. Ihr Wesen und ihre Beziehung zu Diederich Hessling sollen daher in dieser Arbeit im Fokus der Betrachtung stehen.
Um die Figur von Guste Daimchen näher zu untersuchen, wird zunächst auf die gesellschaftliche Rolle der Frau im Roman eingegangen und gezeigt, dass die Ehe nicht als Liebesvermählung, sondern als profitables Geschäft verstanden wird. Darauf aufbauend werden Parallelen zwischen der Kaisergattin Auguste Viktoria und der Figur Guste Daimchens aufgedeckt.
Im anschliessenden Teil werden die wichtigsten Begegnungen bzw. das spätere Ehe- und Familienleben der Hesslings analysiert. Es wird sich zeigen, dass Heinrich Mann mit der berechnenden Guste Daimchen ein perfektes Gegenstück zu Diederich konzipiert, da beide gleichermassen auf Prestige, Geld und blosse Körperlichkeiten fixiert sind. Ihre Heirat, weit entfernt von Gründen einer echten Zuneigung, wird sich für beide als gewinnbringe
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