Homosexuelle Opfer von staatlicher Verfolgung: Eine Analyse der Entstehung eines kollektiven Gedächtnisses Eine Analyse zum Prozess des Werdens von Erinnerung an die homosexuellen Opfer staatlicher Verfolgung im kollektiven und kulturellen Gedächtnis der Münchner Bevölkerung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.06.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
103 (Printausgabe)
Dateigröße
3653 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656211419
Geisteswissenschaften ist heutzutage für den einzelnen Forscher fast nicht mehr überschaubar. Unter Historikern auf der ganzen Welt hat sich in den vergangenen Jahren vor allem die Gedächtnisproblematik zum Kernthema verschiedenster wissenschaftlicher Diskurse entwickelt. Es gibt Stimmen, die behaupten, dass mit dem Gedächtnis als Kategorie der Geschichtswissenschaften ein Sammelbegriff geschaffen wurde, hinter dem sich "eine unzumutbare
Homogenisierung höchst verschiedener Gegenstände" verberge. Andere
Autoren sind sogar der Ansicht, das Gedächtnis verdränge langfristig die Geschichtsschreibung. Im Bewusstsein, dass dieser Teilbereich der
geisteswissenschaftlichen Forschung nicht unumstritten ist, habe ich mich dazu entschieden, den Gedächtnis-Begriff als zweiten thematischen Schwerpunkt in meine Arbeit aufzunehmen. Auf den Terminus Gedächtnis, dessen Ausprägungen und theoretischen Typologien, wird im weiteren Verlauf näher eingegangen. An dieser Stelle soll eine grobe Begriffsbestimmung genügen: Generell wird
"Erinnern als ein Prozess, Erinnerungen als dessen Ergebnis und Gedächtnis als eine Fähigkeit oder veränderliche Struktur" konzipiert. Das Gedächtnis ist dabei unbeobachtbar, Hypothesen über seine Beschaffenheit und Funktionsweisen lassen sich nur durch Beobachtung von Erinnerungsakten ableiten.
Analog zur Verfolgungsgeschichte wird auch hier möglichst nur auf
geschichtswissenschaftliche Perspektiven verwiesen. Auf eine genauere
Betrachtung der Rolle von Medien bei der Gedächtnis-Erzeugung wird
beispielsweise verzichtet. Der begrenzte Umfang dieser Masterarbeit lässt eine zu breit angelegte Konzeption nicht zu. Daher kann ich auch keine umfassende Darstellung aller gedächtnistheoretischen Überlegungen leisten.
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