Organisierte Interessen in der Filmwirtschaft - Der US-amerikanische Autorenstreik und seine Auswirkungen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
13.01.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
86 (Printausgabe)
Dateigröße
1116 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640241675
Ein solches geschlossenes System existiert in Deutschland nicht. Wie im Kapitel 3 beschrieben, werden die Medienschaffenden in Deutschland durch ver.di vertreten. In dieser Einheitsgewerkschaft sind insgesamt über 700 Tätigkeitsbereiche organisiert. Da sich die-se Struktur als unzureichend mitgliederorientiert herausgestellt hat, wurde zudem unter anderem für Medienschaffende ein spezialisiertes Projekt mit dem Titel Connexx.av ins Leben gerufen, das einen engeren Kontakt zu den Film- und Medienschaffenden herstellen soll. Dennoch gibt es im deutschen Gewerkschaftssystem viele strukturelle Schwierigkeiten, da der Gagentarifvertrag von ver.di in der Praxis durch Pauschalregelungen unterwandert wird. Zugleich berücksichtigt er nicht alle Berufsgruppen. Auf diese Weise sind nur sehr wenige Medienschaffende in Gewerkschaften organisiert, wodurch die Möglichkeit für einen Arbeitskampf nach amerikanischem Vorbild schwer vorstellbar ist. Doch der US-amerikanische Autorenstreik zeigt, dass trotz einer sehr guten Gewerkschaftssltruktur die Arbeitsbedingungen nicht immer optimal sind. Zwar konnten sich die Autoren mit ihrer Forderung, an Interneterlösen beteiligt zu werden, durchsetzen. Dies erkauften viele jedoch durch kurzzeitige Jobverluste. Bis heute ist noch unklar, ob das Beschäftigungsniveau aus der Zeit vor dem Streik wieder erreicht werden kann.
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