Sinnestäuschung und Gefühlsgewissheit in Heinrich v. Kleists Erzählung 'Der Zweikampf'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
09.09.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
128 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640702060
sogenanntes Gottesurteil, das als (äusserstes) Mittel weltlicher Justiz seit rund 400 Jahren überwunden war. Dies legt die Vermutung nahe, Kleist habe sich, wie bei früheren Werken auch schon, eines historischen Stoffes vor allem deshalb bedient, weil er sich dazu eignete, in ihm eine Problemlage der eigenen Zeit zu artikulieren.
Aus dieser Überlegung folgt zweierlei: Erstens richtet die vorliegende Untersuchung ihren Fokus auf die Zweikampfhandlung und ihre Folgen. Da uns dieser zentrale Komplex durch den Text eingelassen in eine Rahmenhandlung gegeben ist, soll uns zunächst die Vorgeschichte beschäftigen. Zweitens begreift sie dieses vordergründige Handlungsgeschehen als eine Art experimentale Versuchsanordnung. An ihr - so die zu prüfende These - soll eine
Problematik modellhaft verhandelt werden, d.h. eine andere als diejenige einer zwar an sich schon hochproblematischen, ansonsten aber historisch obsolet gewordenen Rechtspraxis.
Daraus ergibt sich die Frage nach den eigentlichen Konflikten und etwaigen Lösungen, die hier mit den Mitteln von Fiktion und Kunst aufgeworfen und durchgespielt werden.
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