Das Verhältnis von Eigenem und Fremdem in Chateaubriands Atala und Rene
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.03.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
425 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638179164
20. Jahrhundert", in dessen Kontext die vorliegende Arbeit verfasst worden ist, war die
Frage, wie wir mit Fremdheit umgehen und wie sich dies in entsprechenden literarischen
Texten niederschlägt. Damit rücken automatisch das Verhältnis von Eigenem und
Fremdem sowie dessen literarische Darstellung in das Zentrum des Interesses; es wird also
die Differenz zwischen Eigenem und Fremdem thematisiert.
Die Differenz-Forschung ist von kapitaler Bedeutung für die modernen
Geisteswissenschaften, wobei es sowohl um kulturelle als auch um sexuelle Differenz
geht. Tradierte Beurteilungsmuster des Eigenen und Fremden werden dabei ebenso einer
kritischen Analyse unterzogen wie die Problematik, dass Identität überhaupt als eine
Konstruktion angesehen werden muss, die unterlaufen werden kann1.
Für die Literaturwissenschaft ist dieser Forschungszweig zudem deshalb von besonderer
Bedeutung, weil hier mehrere moderne Literaturtheorien miteinander kombiniert werden.
So befindet sich die Differenz-Forschung auf einer Linie mit dem Dekonstruktivismus
eines Jacques Derrida, der als Vertreter des Poststrukturalismus die Auffassung vertritt,
dass bestimmte Grundprinzipien existieren, die die Basis der bestehenden Ordnung bilden,
die aber nicht etwas Unumstössliches sind, sondern die als "das Ergebnis eines bestimmten
Bedeutungssystems" entlarvt werden können. Denn als Konsequenz kann die These
vertreten werden, dass sich ein Geschlechterverhältnis eingebürgert hat, dass keineswegs als
naturgegeben gelten muss. Damit befindet man sich wiederum zugleich im Umfeld der
Diskursanalyse, die sich mit solchen Problemen befasst.
Auch die Psychoanalytische Literaturtheorie spielt für die Differenz-Forschung insofern
eine Rolle, als bestimmte unbewusste Denkstrukturen des (männlichen) Individuums als
latent vorhanden dekonstruiert werden können.
In der vorliegenden Arbeit ist dementsprechend versucht worden, die erwähnten literaturtheoretischen
Ansätze zu nutzen, um eine möglichst vielschichtige und schlüssige
Interpretation der zu untersuchenden Texte leisten zu können.
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