Im November 2012 marschiert eine Gruppe von Flüchtlingen vom Erstaufnahmezentrum Traiskirchen nach Wien, um vor der Votivkirche ein Protest-Camp zu errichten und auf die prekären Bedingungen aufmerksam zu machen.Dieses Buch stellt den dominanten Narrativen - von Flüchtlingsströmen, die unsere Volkswirtschaften überfordern, vom gewissenlosen Schlepperunwesen, dem hilfs- und willenlose Flüchtlinge zum Opfer fallen, von Parallelgesellschaften, fehlender Integrationswillig- und -fähigkeit und der Notwendigkeit lückenloser Überwachung und Zwangsmassnahmen - die Erfahrungen jener entgegen, die in diesen Debatten überhört, funktionalisiert oder entstellt wiedergegeben werden. Es erzählt die Geschichte »von unten«, benennt die Ungerechtigkeiten und das auseinanderdriftende Macht- und Wohlstandsgefälle, das einem Grossteil der Welt ein würdiges und friedliches Leben vorenthält, und fordert Wiedergutmachung ein.
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