Ham hätte eigentlich gerne mal seine Ruhe, aber daraus wird nichts. "Du bist ein unsterblicher Held", sagt Grazia. Flöckchen meint, er solle sich doch sein eigenes Revier suchen. Und Tupfer sagt: "Du sollst Flöckchen helfen, seine Eltern zu finden!" Als wäre das noch nicht alles, soll er auch noch Papa Kip auf der Irgendwo-Insel suchen. Aber das sagt Ham selbst. Das ist alles ganz schön stressig. Doch es geht um seine Familie und so beginnt eine neue aufregende Reise für Ham und seine Freunde.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Kerstin1975
aus Crailsheim
5/5
01.07.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Kinderbuch, das aus der Masse heraussticht!
Buchinhalt:
Nach etlichen bestandenen Abenteuern sind Ham und seine Freunde wieder zu Hause. Ham entdeckt eines Nachts, dass seine Wolfsmutter winselt und traurig ist: Kip, ihr Gefährte ist verschwunden und alle gehen davon aus, dass er seine letzte Reise zur Insel der Sonne angetreten hat. Ham kann seine Mutter nicht traurig sehen und beschließt: er muß Kip finden. Die Reise führt ihn und Flöckchen nicht nur weit fort von Zuhaus, sie ist auch eine Reise zum eigenen Ich und dazu, was man sein will und was man ist. Aber ist es auch eine Reise ohne Wiederkehr?
Persönlicher Eindruck:
Die Reihe um Ham, den Schafs-Wolf, ist eine der meiner Meinung nach besten Kinderbuchreihen, die ich je gelesen habe. Einfühlsam und mit tollen Figuren, die sofort das Herz des Lesers erobern, macht man sich auch im dritten und abschließenden Band auf eine Reise, auf der es viele Abenteuer zu bestehen gilt.
Während es in den ersten beiden Bänden (die Handlung ist jeweils in sich geschlossen) noch um unbeschwerte Themen wie Freundschaft und abenteuerliche Erlebnisse geht, geht der vorliegende dritte Band noch mehr in die Tiefe der Leser-Emotionen. Grundthema des Buches ist Trauer, Tod und Verlust einer geliebten Person und der kindliche Versuch, sie wieder zurück zu holen, koste es, was es wolle.
Aber auch Liebe, Familienzusammengehörigkeit und Hingabe sind ein Thema und so fesselte mich auch als Erwachsener die Geschichte dermaßen an die Seiten, dass ich sie in einem Rutsch gelesen habe. Sie Geht ans Gemüt, das muß ich betonen: es gab einige vergossene Tränen beim Lesen, das sollte man als Leser oder Eltern wissen. Wie geht das eigene Kind mit dem Thema Tod und Trauer um?
Ham und Flöckchen sind erwachsener geworden. Denn nicht nur Ham hat sein Päckchen zu tragen auch sein Freund erfährt die Wahrheit über sich und seine Herkunft und reagiert dementsprechend. Wieder sind die handelnden Figuren herzerwärmend und liebevoll dargestellt, auch kleine Wiedersehen gibt es mit Publikumslieblingen aus den Vorbänden.
Neben den schwereren Handlungsteilen bleibt aber auch genügend Raum für Humor und Witz, so dass ich auch diesmal sagen möchte: eine absolute Empfehlung, die aus der Masse der Kinderbücher absolut heraussticht! Lesenswert in allen Disziplinen!
Bewertung
aus Thum
5/5
31.05.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wundervolles, lustiges und unbeschreibliches Abenteuer
Inhalt:
Endlich mal die Hufen hochlegen und die Seele baumeln lassen, oh ja, davon träumt Ham schon länger. Aber wieder einmal soll es nur ein Traum bleiben, denn Gracia hat ganz andere Pläne mit ihm vor. Sie ist der felsenfesten Überzeugung, dass aus Ham ein unsterblicher Held werden soll und was bietet sich da besser an als das nächste waghalsige Abenteuer anzustreben?
Dieses Mal führt ihn sein Weg auf die Irgendwo-Insel um dort Papa Kip zu suchen und ihn zurück zu seiner Familie zu bringen. Doch welch ein Stress dies bedeutet, dessen waren Ham und seine Freunde sich nicht bewusst, als sie die Reise angetreten haben. Ein Abenteuer voller neuer Bekanntschaften, toller und auch gruseliger Orte und einem klaren Ziel vor Augen wartet auf Ham, Gracia, Flöckchen und Tupfer!
Meine Meinung:
Erneut hat es Vanessa Walder geschafft mich im Nu mit ihrem spannenden, abenteuerlichen und wundervoll erzählten Kinderbuch ihrer Wilden Määäh-Reihe zu begeistern und entfachte in mir, genauso wie bei den tierischen Protagonisten, eine riesige Abenteuerlust!
Es ist immer wieder verspielt, lustig und locker leicht erzählt, da der Schreibstil flüssig und fesselnd zugleich gestaltet ist und man sich so auf die Protagonistin und ihr Abenteuer einlassen kann. Man kommt nicht drum herum mit zu fiebern, bangen und hoffen, dass das Vorhaben gut ausgeht und alle heil wieder zu Hause ankommen. Aber auch regt das Buch zum Träumen und in sehr speziellen und emotionalen Momenten zum Nachdenken an.
Durch die liebevoll gestalteten Illustrationen bekommt man ein klares Bild von den Protagonisten oder auch den Situationen in denen sie sich gerade befinden.
Fazit:
Seit dem ersten Band bin ich total in Ham & Co verliebt, und auch wenn ich aus dem Alter der Zielgruppe schon sehr lange entwachsen bin, lese ich die Abenteuer des tierischen Protagonisten mit Hingabe, Leidenschaft und Begeisterung pur.
Jungenmama
aus LB
5/5
13.05.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein krönender Abschluss der Reihe um den kleinen Wolf im Schafspelz und seine Freunde.
Unser ganze Familie ist verliebt in Ham, den kleinen Wolf im Schafspelz! Wir haben uns bereits im ersten und zweiten Band mit ihm auf die Suche nach seiner echten Mama gemacht und waren beim zweiten Band noch viel begeisterter bei seiner Rettungsmission des Waldes dabei!
Im dritten Teil heißt es nun Abschied nehmen, nicht nur für uns Leser von Ham, sondern auch für Ham selbst....
Wichtig: Man muss die ersten beiden Teile nicht zwingend gelesen haben (es gibt einen Rückblick innerhalb der Geschichte), aber es macht einfach mehr Spaß, wenn man die Erlebnisse von Ham von Anfang an kennt!
Die Autorin Vanessa Walder verarbeitet in diesem Buch einen Verlust, den jeder Mensch irgendwann in seinem Leben spüren wird auf eine wunderbare kindgerechte und eingängige Weise.
Obwohl die Themen Erwachsenwerden, Enttäuschung, Trauer, Verlust und Abschied Grundlage der Geschichte sind, so kommen doch auch immer wieder hoffnungsvolle und positive Gedanken und Gefühle hervor.
Ausgangspunkt der Geschichte ist die Trauer von Wolfsmama Rhea um ihren verschwundenen Partner. Kip, der Papa von Hams Wolfsgeschwistern ist auf einem Baumstamm zur Insel der Sonne getrieben und nicht wieder zurückgekehrt. Zeitgleich macht Hams bester Freund Flöckchen eine furchtbare Entdeckung und flieht aus dem Wald.
Ham wäre aber nicht Ham und seine Freunde nicht seine Freunde, wenn sie nicht Flöckchen folgen und ihn unterstützen würden. Auch die wilde Bestie im ehemals lieblichen Wald kann die Vier nicht aufhalten und noch weniger das weite Meer!
Das Cover ist diesmal leider trotz niedlicher Zeichnung nicht wirklich nahe am Inhalt des Buches und stellt keine tatsächliche Szene dar. Das finde ich schade!
Doch die zahlreichen, wunderbaren und punktgenau platzierten Illustrationen von Falk Holzapfel im Buch passen perfekt zum Inhalt. Hier hat sich der Zeichner wunderbar in die jeweilige Situation hineinversetzt und ganz besondere Szenen nochmals hervorgehoben. Auch sehr gut gelungen ist die in diesem Buch integrierte kurze Beschreibung der Charaktere mit einem passenden Bild.
Besonders begeistert haben uns beim Vorlesen erneut die tollen Dialoge in den verschiedensten Dialekten, denn Vanessa Walder versteht es jedem Tier einen ganz besonderen Charakter und eine passende Stimme zu verleihen.
Dass das Vorlesen durch so manchen Dialekt oder eine Eigenart des Charakters erschwert wird, denn wer spricht schon hessisch wenn er nicht aus Hessen ist?, nahm ich gerne in Kauf.
Dafür "musste" mein 8-jähriger Sohn auch seine Mama beim Vorsingen von Schlafliedern und Reggae-Melodien ertragen!
Wir haben mit großer Begeisterung Ham auf seinen Reisen begleitet, mit ihm gehofft, gebangt, uns gefürchtet und gelacht. In diesem Teil haben wir auch mit ihm und seiner Familie gelitten und geweint!
Eines meiner Lieblingszitate aus dem Buch:
Ham: "Unsterblich?"..."Das bedeutet, dass man noch da ist, obwohl man eigentlich schon weg ist. So wie Gras unter dem Schnee." Papa Kip: "Oh. Das klingt schön. Aber bevor du Dir Gedanken über die Zeit machst, wenn du weg bist, solltest du dich erst einmal darauf konzentrieren, da zu sein, solange du da bist, hm?"
Fazit:
Ein ganz besonderes VORLESE-Buch (und zwar nicht nur für Kinder) über Trauer und Freude, Freundschaft und Verlust, Schmerz und Hoffnung... WUNDERBAR - zum Heulen Schön!
Jashrin
aus Baesweiler
5/5
12.05.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein würdiger Abschluss einer warmherzigen und tollen Trilogie
Nach seinem letzten Abenteuer hätte Ham nun gerne einfach mal seine Ruhe. Leider ist sie ihm nicht wirklich gegönnt. Jeder scheint etwas zu wollen und Grazia weicht ihm in der Hoffnung auf weitere Heldentaten kaum von der Seite. Als Ham dann auch noch erfährt, dass seine Wolfsmama Rhea wegen Papa Kip traurig ist, begibt er sich auf eine neue Reise, um Papa Kip zu finden. Ist er auf der Irgendwo-Insel, der Insel der Sonne?
Ich habe mich sehr auf das dritte Abenteuer von wilden Määäh gefreut. Wie erwartet, hat es keine zwei Sätze gedauert und schon war ich wieder von Ham gefangen.
Der Stil ist wie schon in den vorherigen Bänden wunderbar: liebevoll gezeichnete Charaktere, tolle Beschreibungen und immer wieder blitzt Humor hervor, mal feinsinnig, mal zum lauthals Lachen. Abermals wird die Geschichte durch die kleinen Zeichnungen zusätzlich abgerundet.
Hams Reise zur Insel der Sonne, von der noch niemand wiederkehrte, ist voller warmherziger, berührender, amüsanter und skurriler Begebenheiten.
Einfühlsam beschreibt Vanessa Walder, wie Ham es nicht verstehen kann, weshalb Papa Kip nicht bei seiner Familie geblieben ist (S.27 Ich finde, wenn man Welpen hat, dann hat man auf der Insel der Sonne überhaupt nichts verloren.). Ein schwieriges Thema und ein Gedanke, der heutzutage leider sicher viele Kinder beschäftigt.
Auch wenn erwachsenen Lesern schnell klar sein dürfte, was mit der Insel der Sonne gemeint ist, so klingt doch die Beschreibung schön. Eher nach Urlaub und Seele baumeln lassen und in keiner Weise beängstigend. So macht sich auch Ham eher neugierig auf den Weg. Flöckchen, der gerade vor einer Neuigkeit, die ihn belastet, flüchten will begleitet ihn; Grazia und Tupfer schließen sich an.
Neben einigen alten Bekannten, treffen die vier auch auf viele neue Gesichter. Die Hessisch sprechenden Wisente waren einfach grandios, Cyrano würde mich über kurz oder lang in den Wahnsinn treiben und die fürchterliche Bestie war nun ja, anders als erwartet.
Dass einige Male der Bogen zu Hams bisherigen Abenteuern geschlagen wurde, hat mir gut gefallen. Dies geschah stets in einer Art und Weise, der denjenigen Lesern, die die Bände nicht kennen ein paar nützliche Informationen gibt, den anderen jedoch nicht das Gefühl vermittelt, eine Zusammenfassung des bereits Bekannten lesen zu müssen.
Es gibt so vieles, was ich hier gerne erzählen würde, doch das würde wohl den Rahmen sprengen. Hams letztes Abenteuer bringt ein schönes, etwas trauriges Ende, das aber trotzdem Mut macht. Für viele Tiere beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der sicher noch einige Überraschungen, schwierige und schöne Momente für sie bereithalten wird.
Alle können nun wieder nach vorne sehen und voller Zuversicht, wenn vielleicht auch mit ein bisschen Wehmut, neue Dinge wagen. Das ist ein sehr schöner Gedanke.
Mein Fazit: Leider sind wir nun am Ende der Trilogie um Das wilde Määäh. Es hat große Freude gemacht, Hams letztes Abenteuer miterleben zu dürfen. Genau wie die anderen Teile hat mich diese warmherzige und liebevolle Geschichte wieder ganz in ihren Bann geschlagen und ich werde die Bücher sicher noch viele Male in die Hand nehmen. Vielen Dank an die Autorin für diese wundervollen Geschichten.
Elke Seifried
aus Gundelfingen
5/5
06.05.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Genieß das Leben und bleib peppig!
Das wilde MÄÄÄH und die Irgendwo-Insel ist bereits das dritte Abenteuer für den kleinen Lockenwolf Ham und leider das letzte zugleich. Die Autorin hat mich jeder Seiter ihrer drei Bände bestens unterhalten. Sie hat mich viel zum Lachen, viel zum Nachdenken gebracht, ich habe so einiges gelernt und ich habe jede einzelne Seite genossen. Für mich die allerbeste aktuelle Kinderbuchreihe, die ich kenne.
Nach zwei wirklich aufregenden Abenteuern würde Ham eigentlich am liebsten einfach mal nur ausruhen wollen. Klar dass das Grazia, dem Gämsenmädchen, das Ham auf Schritt und Tritt folgt, viel zu langweilig ist. Er könnte stattdessen doch lieber versuchen unsterblich zu werden, das wäre doch etwas. Das alleine kann ihn aber noch nicht für eine aufregende Reise motivieren. Viel eher schon die Tatsache, dass Rhea, seine Wolfsmama, so traurig ist und nicht so einfach damit aufhören kann. Sie vermisst Kip, ihren Gefährten, der im strengen Winter nach der Geburt der drei Welpen nicht von der Jagd zurück gekehrt ist, so sehr. Ham, dem überhaupt nicht in den Kopf gehen will, wie ein Papa seine Familie verlassen kann, beschließt sich auf den Weg zu machen, um Kip zu finden. Alle behaupten schließlich, dass er auf der Insel der Sonne ist, dann muss sich die doch auch finden lassen. Auf geht´s zu einer Reise ins Ungewisse, die richtig gefährlich ist, schließlich muss man durch den verfluchten Wald, in dem eine gefährliche Bestie haust, und dann auch noch übers weite Meer immer der Sonne entgegen, denn die legt sich auf der Insel abends immer schlafen.
Im ersten Kapitel übt sich Grazia geschickt als Geschichtenerzählerin und Ham stellt richtig, was nicht ganz so war. So erfahren auch Neueinsteiger auf witzige Art und Weise von den vergangenen Abenteuern und gemeinsam mit der Vorstellung der Darsteller zu Beginn könnte man sicher auch mit dem dritten Teil einsteigen. Aber die Kinderbuchtrilogie Das wilde MÄÄÄH ist nicht nur ein super tolles Kinderbuch, sondern auch für mich als Erwachsene ein richtiges Lesehighlight, dass man unbedingt alle Bände lesen muss, warum also dann nicht mit dem ersten beginnen?
Auch Hams drittes Abenteuer ist natürlich wieder super abenteuerlich und spannend. Kann man sich in den verfluchten Wald wagen, wenn dort doch ein Ungeheuer wohnt? Wie kann man überhaupt übers weite Meer reisen, ganz besonders, wenn man doch gar nicht schwimmen kann so wie Ham? Ich habe teilweise wirklich gebibbert, dass die Reise ein gutes Ende nehmen wird. Wieder begegnet man auch vielen originellen tierischen Wesen, die einen zum Schmunzeln bringen, tolle Geschichten erzählen oder auch manchmal bedrohlich erscheinen. Themen wie Freundschaft und Erwachsenwerden scheinen während der Geschichte auf vielfältige Weise immer wieder durch. Ein eigenes Revier suchen, oder doch lieber noch ein Weilchen dem Schlaflied der Mama lauschen? Das zentrale Thema ist aber Abschied nehmen. Abschied von der Kindheit nehmen, Kinder loslassen können, aber auch Abschied nehmen, wenn sich jemand auf seine letzte Reise macht. Tod ist auch bloß ein Wort, das keinem was sagt: ein Ort, den keiner kennt.( ) Das kann die Insel der Sonne sein, ein Blatt am Baum, ein Hauch in den Wolken, möglicherweise bist du in der Luft oder so. Also: Genieß das Leben. Sei da, solange du da bist. Es ist alles bloß ´ne Reise. Kann man Abschied nehmen kindgerechter und tröstender erklären? Ich glaube nicht!
Für mich war es wie ein Wiedertreffen von liebgewonnenen alten Bekannten und die Freude war riesen groß. Vanessa Walder zeichnet ihre Charaktere derart toll und verleiht ihnen so viel Tiefe, wie es kaum ein anderer Autor schafft. Ich mag einen jeden der originellen Darsteller und mir tut es so leid, dass jetzt am Ende der Trilogie Abschied nehmen angesagt ist. Alle kann man hier nicht erwähnen, aber, Ham, der kleine Widder, der von Wölfin Rhea großgezogen wurde, ist einfach ein tolles Kerlchen, man kann gar nicht anders, als ihn ganz tief ins Herz zu schließen. Wie immer muss er auch hier ganz schön viel Mut beweisen. Rhea ist ein Musterbeispiel an einer warmherzigen Mama, wie man sie sich besser nicht wünschen könnte. Flöckchen, der Rehbock, muss dieses Mal einiges schlucken und verarbeiten. Nur gut, dass Ham und er die besten Freunde sind und sich gegenseitig helfen können, auch wenn Männchen natürlich nicht über Gefühle sprechen. Grazia, das Gämsenmädchen, das Ham verfolgt, sorgt wie immer für ganz viele Schmunzler. Richtig witzig fand ich Floh Cyrano, der sich in geräumigen Ohren gern als Berater gibt und dem die parasitäre Verschwiegenheit besonders wichtig ist. Richtig viel Größe hat für mich Kip bewiesen. Aber auch alle anderen Nebendarsteller sind einfach nur genial, bei Ratte Lanzelot angefangen, die keine Ratte mehr sein mag und schon einen Aufnahmeantrag gestellt hat, bis hin zu Otter Larry, dessen Motto bleib peppig ist.
Schon das liebevolle Cover, das sich mit großem Wiedererkennungswert ans Ende der Trilogie reiht, ist ein richtiger Hingucker. Wäre ich nicht schon längst in die Reihe verliebt, spätestens beim Anblick dessen wäre es so weit gewesen. Liebevoll, detailreich und witzig hat Falk Holzapfel auch im Buch illustriert. Beginnend bei WER ist WER?, wo alle Mitspieler mit Bild und Beschreibung zu finden sind, bis hin zur letzten Umschlagseite sind zahlreiche originelle Bilder zu finden, die den Kapitelbeginn schmücken, sich an Ecken ranken oder eben auch zentrale Szenen darstellen.
Ich wusste vor dem Lesen schon, dass es sich um den letzten Teil handelt und deshalb war ich hier immer hin und her gerissen zwischen ganz schnell weiter lesen, weil die Geschichte einfach nur so toll ist, oder lieber ganz langsam, weil ich mich so vor dem Ende gefürchtet habe. Aber Vanessa Walder wäre wohl nicht eine solch geniale Autorin, wenn sie den Leser am Ende tatsächlich tottraurig zurück lassen würde. Die Reise zur Irgendwo Insel ist beendet und es fehlt nichts. Aber es ist doch, wie Wisentdame Rosalie sagen würde E unfeddische G´schischt zumindest für Ham und seine Freude, denn die dürfen jetzt ganz alleine Erwachsenwerden. Man muss wohl auch als Leser loslassen können, so schwer es ist.
Fazit: Unbedingt lesen und wenn es möglich wäre, würde ich hier 6 Sterne geben!