Elliot hat Angst - vor allem im Leben. Das Einzige, was seine Angst in Schach hält, sind seine Medikamente. Und dann, eines Morgens, sind sie aufgebraucht und alles geht schief: Die ganze Stadt wird von einem Schneesturm lahmgelegt, und Elliots Mutter, die nur kurz zu ihrer Schwester wollte, kommt und kommt nicht wieder. Nicht weit entfernt, wird Elliots Tante Opfer eines Raubüberfalls, und als Elliots Mutter an der Haustür auftaucht, wird auch sie von den Tätern gefesselt und geknebelt. Als seine Mutter nicht auftaucht, bleibt ihm nichts anderes übrig: Er muss nach draussen, in den Schneesturm, um seine Mutter zu suchen. Und gerät selbst in die Fänge der Gangster ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Bewertung
4/5
06.03.2018
eBook (ePUB)
Wahnsinnig spannender Thriller, der ohne die typischen Spannungselemente auskommt!
Wahnsinnig spannender Thriller, der ohne die typischen Spannungselemente auskommt, sondern einzig und allein durch die Angst des Hauptprotagonisten vor allen Dingen lebt. Eine sehr kreative Art einen Thriller aufzubauen, das hat in meinen Augen sehr gut funktioniert. Wer mal Lust auf eine andere Art der Spannung hat, ist hier genau richtig aufgehoben! Einziges Manko, zu Beginn geht die Handlung ehr schleppend vonstatten, das macht das furiose Finale aber wieder wett!
Stephanie Manig
aus Oelsnitz/Erzgeb.
3/5
29.01.2018
eBook (ePUB)
Guter Plot, mittelmäßig umgesetzt
Der britische Schriftsteller Kevin Brooks ist bekannt für seine Jugendromane. Nach etlichen Büchern wie etwa Bunker Diary, iBoy und die Travis Delaney-Reihe ist mit Born Scared am 13.10.2017 sein neuester Jugendthriller erschienen.
Darin steht Elliot im Mittelpunkt. Seine Zwillingsschwester Ellamay lebte nur eine Stunde lang. Obwohl sie tot ist, spricht Elliot mit ihr.
Ein Teil von mir starb mit ihr und ein Teil von ihr lebte in mir weiter. Gemeinsam sind wir sowohl tot als auch lebendig.
(Born Scared, Seite 10)
Als er sechs Jahre alt war, ging seine Mutter mit ihm das erste Mal zu einem Kinderpsychologen. Denn Elliot hat Angst: vor dem Meer, vor Autos, vor der Badewanne. Seine Ängste steigern sich schließlich so weit, dass er das Haus nicht mehr verlassen kann. Einzig in seinem Zimmer fühlt er sich sicher.
Ich habe Angst, Mummy.
Angst wovor, Schatz?
Vor allem.
(Born Scared, Seite 16)
Elliot kann ohne seine Angsttabletten nicht leben. Eines Tages, in der Vorweihnachtszeit, sein Pillenvorrat ist bedrohlich geschrumpft macht sich seine Mutter auf den Weg in die Apotheke, um Nachschub zu besorgen. Als sie nach mehreren Stunden immer noch nicht zurückgekehrt ist und auch nicht an ihr Handy geht, trifft der inzwischen panische Elliot einen folgenschweren Entschluss: Er wird nach seiner Mutter suchen. Doch dafür muss er hinaus, in den Schnee, in die Welt, vor der er unbeschreiblich große Angst hat
Schon eine kurze Inhaltsangabe von Born Scared hatte mein Interesse für dieses Buch geweckt. Die Story hörte sich spannend an. Und das ist sie tatsächlich, wie ich später beim Lesen feststellte. Die Angst, die in Elliot die ganze Zeit über im Verborgenen brodelt und sich immer mehr steigert, je mehr Zeit verstreicht, ist für den Leser regelrecht spürbar. Dazu kommt mit völliger Dunkelheit und großen Schneemassen ein unheimliches Setting, das das klamme Gefühl beim Lesen verstärkt. Kevin Brooks baut die Spannung Stück für Stück auf und kann sie auch halten, bevor sich Elliots Story und ein Nebenstrang der Geschichte (von dem ich nichts verraten will) schließlich kreuzen. Im letzten Drittel des Buchs zieht sich die ganze Sache allerdings etwas hin.
Die Kapitel 46 an der Zahl auf insgesamt 240 Seiten sind kurz und knackig, ebenso wie der Schreibstil von Kevin Brooks. Sein Thriller, dessen Titel auch im Original Born Scared lautet und von Uwe-Michael Gutzschhahn ins Deutsche übersetzt wurde, liest sich angenehm und unkompliziert.
Obwohl Ich-Erzähler Elliot ein interessanter Protagonist ist, blieb er für mich leider ausgesprochen gesichtslos. Das trifft auch auf die anderen Charaktere zu, von denen allerdings nur selten etwas zu lesen ist, denn hauptsächlich dreht sich die Geschichte um Elliot, der mit Hilfe seiner verstorbenen Schwester Ellamay verzweifelt versucht, sich seinen Dämonen zu stellen.
Alles in allem ist Born Scared ein solider, wenn auch nicht bahnbrechender Jugendthriller mit Darstellern, die leider zu konturlos daherkommen.
Sine liebt Bücher
5/5
14.10.2017
Buch (Taschenbuch)
Angst dominiert
Fazit:
Ein unglaublich kurzer und packender Roman, der viel mit Angst zu tun hat. Diese muss Elliot in einer Notsituation überwinden, was er eher selten schafft, denn seine Angst ist immer allgegenwärtig. Sie ist keine normale Angst, sondern eine Bestie
Bewertung:
Elliot hat Angst und nimmt dagegen Tabletten, als diese eines Morgens alle sind, überschlagen sich die Ereignisse und Elliot muss sich seine übernatürlichen Ängsten stellen, was gar nicht so einfach ist.
Die Zeiten springen sehr in der Geschichte. Ich bin oft bei Elliot, der mal von früher erzählt oder jetzt und dann wieder weiter springt. Es ist trotzdem leicht zu lesen, weil seine Gedanken nicht schwer sind und leicht nachzuvollziehen. Ich weiß immer, wo ich gerade bin.
Auch gibt es hier eine Unbekannte, einen Erzähler, der mir mehr erzählt, als Elliot sehen kann. Alles ist etwas detailliert, aber nicht störend oder zu doll. Es passt einfach.
Elliot erklärt sehr gut, wie sich seine Angst anfühlt und das schon seit Anbeginn. Es muss wirklich schrecklich sein, solche Ängste zu haben.
Charaktere
Elliot ist umgeben von Angst und das schon seid seiner Geburt. Er hat außer seiner Angst, eine ständige Begleiterin, die ihm gut zuspricht. Er hat ein wirklich gutes Gedächtnis und kann sich sogar an die Zeit nach seiner Geburt erinnern.
Bewertung
4/5
10.01.2018
Buch (Taschenbuch)
nichts für schwache Nerven...
Kevin Brooks ist ein Meister der Spannung und der überraschenden Enden.
Elliot hat Angst - große Angst. Auch Angst vor der Angst und davor, dass er sich vor dieser Angst nicht mehr verstecken und sie unterdrücken kann. Aber dann gehen ihm die Tabletten aus und seine Mutter die diese holen wollte, taucht nicht mehr auf und die Angst die er so lange nicht zugelassen hat wird immer größer und will endlich raus....
Anfangs kommt die Geschichte ganz ruhig daher aber kurz nach der Hälfte überschlagen sich die Ereignisse plötzlich.
(Nur das Ende hat mich ein bisschen verwirrt zurückgelassen, aber das hatte ich von einem guten Brooks fast erwartet ;)
Der Medienblogger
4/5
28.12.2017
Buch (Taschenbuch)
Außergewöhnlicher und kurzweiliger Jugendkrimi!
Da ich schon einige Bücher von dem Autor Kevin Brooks gelesen und diese ganz unterschiedlich bewertet habe, war ich neugierig, wie mich sein neuestes Werk, Born Scared, überzeugen kann. Aus dem Klappentext konnte ich lediglich herauslesen, dass es um einen Jungen handelt, der mit einer Krankheit zu kämpfen hat, die ihn ständig an unglaublichen Angstgefühlen leiden lässt. Diese Grundidee hat mich angesprochen, weswegen ich erwartungsvoll an den Roman herangegangen bin. Ob diese Erwartungshaltung gerechtfertigt war, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Die Geschichte lässt sich in einem Satz beschreiben, so dürftig fällt sie aus. Kein ausgefeilter Plot, kein besonders ungeahnter Twist, nein, eine ganz einfach gestrickte Kriminalgeschichte. Dieser fehlt es jedoch an plastischen Antagonisten, denn die Bösewichte werden hier eher als Mittel zum Zweck verwendet, spielen keine große Rolle für das, was das Buch aussagen möchte. Die Beweggründe, die zu diesem Kriminalakt führen, fallen ebenfalls sehr plump aus. Jedoch braucht es diese Tat, damit das Buch funktioniert. Und Born Scared funktioniert tatsächlich. Aber woran liegt das?
Der Protagonist ist derjenige, durch den die Geschichte interessant wird. Er leidet an schlimmen Angstzuständen, rund um die Uhr, jederzeit. Es ist eine Krankheit, die ich keiner Person an den Hals wünschen würde. Der Autor schafft es grandios, diese Angst bildhaft und für den Leser verständlich auf die Seiten zu bannen, dass ich jeweilige Situation sowohl aus der Sicht des Protagonisten als auch der Außenstehenden nachvollziehen konnte. Die Wahrnehmung der Person wird dabei so stark verzerrt, dass jede auch so alltäglich erscheinende Aktion wie ein Marathon erscheint, den sie zu bewältigen hat. Dennoch muss das Buch dadurch kein bisschen an Glaubwürdigkeit einstecken.
Die innere Handlung der Figur ist dabei interessant zu verfolgen, da es Kevin Brooks gelingt, die schlimmen Zustände und Gefühle, die sie ertragen muss, mit geglückten metaphorischen Ausdrücken zu umschreiben, sodass man sich jederzeit in sie hineinversetzen kann. Auch die schizophrene Denkweise, die an den Tag gelegt wird, macht Sinn und gibt dem Leser einen gelungenen Einblick hinter die Fassade des Menschen.
Zudem kommt man als Leser recht schnell in das Geschehen hinein und der gekonnt flüssige und packende Schreibstil haben in meinem Fall dafür gesorgt, dass ich das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen hatte, so in den Bann ziehen konnte es mich.
Die Geschichte ist über weite Strecken sehr vorhersehbar und sie birgt keine großen Überraschungen, aber derer bedarf sie auch nicht. Das, was Born Scared so besonders und lesenswert und besonders lesenswert macht, ist das Beleuchten der Innenleben aller Personen, die in dem Buch auftauchen. Das atmosphärisch stimmige und spannende Darstellen der schrecklichen Angstzustände und Panikattacken, die den Protagonisten plagen. Dass das Buch das Herz am rechten Fleck hat. Dass das Buch trotz eines sehr kleinen Handlungsverlaufes nie langweilig wird und dass es durch eben die Figuren so abwechslungsreich ist.
Born Scared ist ein äußerst gelungenes Buch, das ich jedem ans Herz legen kann, der sich nach dem Klappentext auch nur ansatzweise angesprochen gefühlt hat.