Der erste Weltkrieg in der zeitgenössischen deutschen Mädchenliteratur
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
19.09.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
168 (Printausgabe)
Dateigröße
1533 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668527553
Der Krieg überlagerte alles andere, was es an Themen in der Kinder- und Jugendliteratur zu jener Zeit gegeben haben mag. Eine wahre Flut von Kriegsgeschichten erschien in den ersten Monaten des Krieges, darunter eine stattliche Anzahl von Mädchenbüchern. Bekannte und beliebte Backfischautorinnen schrieben nun zeitgeschichtliche Erzählungen, durchdrungen von Vaterlandsliebe und Opferbereitschaft. Ein neues Genre entstand, die Mädchen-Kriegsliteratur, in der die typischen Elemente der Backfischliteratur nun plötzlich an Bedeutung verloren oder sogar völlig obsolet wurden. Dennoch blieb der Mädchenliteratur immer noch eine starke didaktische Funktion anhaften.
Um die einzelnen Aspekte der Kriegsthematik besser beleuchten zu können, soll innerhalb dieser Arbeit zunächst ein Abriss über den Ersten Weltkrieg mit seinem Ablauf und seinen Besonderheiten gegeben werden. Auf diesen historischen Teil folgt ein Überblick über die deutsche Literatur während des Weltkrieges unter besonderer Berücksichtigung der Kinder- und Jugendliteratur, speziell auch der Mädchenliteratur. Danach soll auf einige einzelne Werke der zeitgenössischen Mädchen-Kriegsliteratur eingegangen werden, wobei deren wichtige Aspekte im Einzelnen beleuchtet werden: Bewertung des Krieges und in dem Zusammenhang die Darstellung der Kriegsschuld und der Motivation zum Krieg; der mentale Zustand der Bevölkerung, wie er in den Mädchenbüchern geschildert wird; die Darstellung der Kriegshandlungen und führender Persönlichkeiten; der Umgang mit dem Tod, der sonst in den Mädchenbüchern höchstens eine Randrolle gespielt hatte und nun näher ins Zentrum der Geschichten rückt und diese oft nachhaltig beeinflusst; die weibliche Rolle im Krieg; der Stellenwert des Glaubens an Gott; und schliesslich in einem letzten Kapitel die erzieherische Funktion des Krieges am Beispiel von Else Urys "Nesthäkchen und der Weltkrieg".
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