Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
13.01.2014
Verlag
Cuvillier Verlag eBooksSeitenzahl
188 (Printausgabe)
Dateigröße
1727 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783736945005
Die Analyse der bräunungsinhibierenden Eigenschaften von dreissig Pflanzenextrakten erfolgte zunächst in vitro mittels Dopachrom Assay und Sauerstoffverbrauchsmessung. Basierend auf den Ergebnissen wurden Extrakte ausgewählt und ihre Wirkung im Lebensmittel, am Beispiel getrockneter Apfelringe, ermittelt (L*a*b* Farbmessung). Für einen Teil konnte die im Rahmen der in vitro Versuche festgestellte Funktion als Bräunungsinhibitor im Applikationsversuch bestätigt werden. Dennoch zeigte sich im Vergleich zur schwefelhaltigen Referenz jeweils ein gering schwächer ausgeprägtes inhibitorisches Potenzial. Für eine abschliessende Beurteilung der Machbarkeit des Einsatzes polyphenolhaltiger Pflanzenextrakte als Schwefelsubstitute wurde die Verbraucherakzeptanz herangezogen. Gegenüber den geschwefelten Prüfproben (Referenz und „Seeberger“ Produkt) und dem unbehandelten Produkt führte die Applikation von Passionsblumenkrautextrakt zu signifikant höheren Notenmittelwerten für die Merkmale Optik und Aroma. Die entsprechend behandelten Apfelringe wurden von den Konsumenten überwiegend als Produkt mit natürlichem Charakter („natürlich“, „typische Apfelnote“) wahrgenommen. Ein Einsatz von Passionsblumenkrautextrakt als Schwefelsubstitut ist daher bei Präferenz der Verbraucher für natürliche Erzeugnisse denkbar.
Im Gegensatz zur Nutzung des komplex zusammengesetzten Pflanzenextraktes wäre durch die Applikation isolierter Wirksubstanzen gegebenenfalls ein gezielter Einsatz möglich. Zunächst erfolgte daher eine Fraktionierung des Passionsblumenkrautextraktes und im Anschluss die Identifizierung und Quantifizierung der phenolischen Verbindungen. Die Ergebnisse aus Dopachrom Assay und Sauerstoffverbrauchsmessung zeigten, dass die enthaltenen C Glykosylflavone als Bräunungsinhibitoren zum Ersatz von Schwefelverbindungen von Interesse sein könnten. Zur eindeutigen Identifizierung der Wirksubstanzen und zum Verständnis ihrer Wirkmechanismen sind allerdings weitere Untersuchungen notwendig.
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