Das Verhältnis zwischen der Lyrikwelle/Sächsische Dichterschule und der Kulturpolitik der SED in den 60er und frühen 70er Jahren
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
13.05.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
862 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638275903
Während die 1. Generation bewusst den 2. Weltkrieg, meist als aktive Gegner des Nationalsozialismus miterlebt hatten und diese Eindrücke im kommunistischen Kontext reproduzierte, wurden die nachfolgenden Lyriker von 1930 bis 1945 geboren und grenzen sich somit thematisch, aber auch poetologisch von ihren Vorgängern ab. Die Trennlinie zwischen den beiden Generationen wird noch stärker, wenn man den Begriff des Sozialistischen Realismus einbringt: Die teilweise eng gezogenen formalen Grenzen der Nachkriegslyrik in den 50er Jahren, sowie ihr fest definierter gesellschaftlicher Auftrag lassen den Wechsel in den 60er Jahren deutlich sichtbar werden. Folglich lässt sich das Verhältnis zwischen den jungen Literaten und der SED Kulturpolitik keinesfalls als störungsfrei bezeichnen. Auf der einen Seite erlebten sie eine starke Repressionspolitik von Seiten der SED, während auf der anderen Seite viele kritische Impulse von den Kulturinstitutionen der DDR, wie der Akademie der Künste oder dem Literaturinstitut benannt nach dem ersten Kulturminister, J. Becher, ausgingen und diese somit Wegbereiter der neuen Literaturlandschaft waren.
Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, wie die Literaten mit dieser zweischneidigen Situation in der DDR klar kamen, welche Wandlungen die SED Kulturpolitik erfahren musste, um diese teilweise experimentelle Lyrik zu erlauben, oder ob sie diese Wandlung überhaupt durchzogen hat, so dass zusammenhängend die Frage nach dem Verhältnis zwischen der Lyrikwelle und der Kulturpolitik der DDR beantwortet werden soll.
Im 1. Kapitel wird die kulturpolitische Ausgangsbasis bis zur Zeit des Mauerbaus beleuchtet. Die Mitte der 60er Jahre, jene Begeisterungsepoche für die Lyrik wurde flankiert von zwei Parteitagen der SED, mehreren Plenums des ZK und einigen kleineren Versammlungsinstanzen. Es wird versucht herauszufinden, in wieweit diese Veranstaltungen in der Zeit zwischen 1963 und 1967 in die Kulturlandschaft der DDR eingegriffen haben. Die weiteren Kapitel gehen um Darstellungsformen und Wolf Biermann.
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