Ein verliebter Stilkolumnist, der sich einen einzigen Fehltritt leistet. Ein mysteriöser Anschlag, der in Wirklichkeit ein Leben rettet. Und eine Frau, die sich plötzlich daran erinnert, wer sie einmal sein wollte. Geschichten von Liebe und Unbehagen - in einer Zeit, die grundsätzlich eine Zumutung ist.
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
Bewertung
5/5
03.05.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine abgefahrene Geschichte, ein...
Eine abgefahrene Geschichte, ein feiner Humor und eine ganz unnachahmliche Art zu schreiben...was will man eigentlich mehr? Eigentlich nichts, oder? Also dann unbedingt lesen.
Bewertung
aus Berlin
3/5
07.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Urlaubslektüre über Liebe, Ehe und was jeweils davon übrig bleibt
Urlaubslektüre über Liebe, Ehe und was jeweils davon übrig bleibt
Das Cover und der Klappentext des Buches haben mich sehr angesprochen. Leider blieb der Roman weit hinter meinen Erwartungen zurück. Was manche als anschaulich formulierte Sprache mit raffinierten Metaphern werten mögen, weckt bei mir nur das kalte Grausen. Eine Figur sortiert Muschelschalen und putzt Artischocken. Gleichzeitig? Nacheinander? In welcher Reihenfolge? Man erfährt es nicht. Navigationssysteme "wähnten ihre Besitzer längst in Seenot". Ich freue mich auf den Tag, an dem meine elektronischen Geräte sich derart Sorgen um mich machen, dass eine Seenot infrage käme.
Zur Geschichte: Diese ist durchaus intelligent, die Zeichnung der Figuren, vor allem der weiblichen, bleibt jedoch recht schemenhaft. Einzig Paul lernen wir so kennen, dass ich nach dem Lesen des Buchs behaupten würde, ihn zu kennen. Einige Szenen sind aufrichtig berührend und clever geschrieben, beispielsweise alles um die Figur Kiko.
Insgesamt reicht der Roman für mich nur für eine lockere Urlaubslektüre, ich finde weder Spannung noch Herzenswärme noch inspirierende Gedanke in der Geschichte. Im Gegenteil: Manche Passagen wirken, als wollte der Autor lediglich sein vermeintliches sprachliches Können unter Beweis stellen. Das langweilt schnell.
Bewertung
aus Passau
3/5
07.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenig konkrete Handlung
Mich hat das Buch „der restliche Sommer“ von Max Scharnigg leider nicht überzeugt. Ich habe lange gebraucht um in den Schreibstil des Autors hineinzukommen und in das Buch hineinzufinden. Leider hat es mich aber bis zum Ende nicht gefesselt, sondern ich musste mich immer neu dazu überreden das Buch weiter zu lesen. Die Umgebung der Personen und das wenige was geschieht ist sehr ausführlich beschrieben doch das Buch hat allgemein relativ wenig konkrete, aufbauende Handlung.
Circlestones Books Blog
2/5
01.06.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Enttäuschend banal
„Der Fingerabdruck eines Paares liegt in einer Sprache, die nur ein anderer Mensch auf der Welt wirklich vollkommen richtig entschlüsseln konnte.“ (Zitat Seite 196)
Inhalt
Paul Neulich schreibt seit zwölf Jahren als August Sternberg eine konservative Ratgeber Kolumne über gutes Benehmen. Als ihm die Redaktion mitteilt, dass er nicht mehr in die zukünftige, moderne Blattlinie passt, verbringt er gerade mit der Performance Künstlerin Sara Almeida eine Auszeit in Portugal. Zwölf Jahre lang war Paul mit der Paartherapeutin Dr. Sonja Wilms verheiratet, bevor er sie verlassen hat. Sara wiederum war zuvor mit dem mit introvertierten Informatiker Tin Hasenglock zusammen, der gemeinsam mit zwei Freunden eine sehr erfolgreiche Social-Media-Community entwickelt hatte, Harpf.com. Persönliche Erlebnisse am Beginn dieses Sommers leiten Veränderungen ein …
Thema und Genre
Dieser Roman ist eine Momentaufnahme im Leben der Protagonisten, gesellschaftskritisch und mit ironischer Betrachtung der Entwicklungen im Social Media Bereich und Journalismus. Er handelt aber auch von der Frage „wer war ich früher, wer will ich heute sein“, die sich wohl jeder irgendwann im Laufe des Lebens stellt.
Charaktere
Die Protagonisten haben eines gemeinsam, sie träumen sich die eigene Situation schön, spielen ihre Rollen, reagieren, statt zu agieren. Erst als der Autor sie mehr oder weniger wichtige Situationen erleben lässt, setzen Veränderungen ein. Doch selbst manche dieser Ereignisse sind im Grunde banal, nur in ihrem persönlichen Empfinden bedeutend. Dadurch bleibt man auch als Leser ein unbeteiligter Beobachter.
Handlung und Schreibstil
Der Zeitrahmen der Handlung beschränkt sich auf die ersten Sommerwochen, alle weiteren Details aus dem Leben der jeweiligen Person erfährt der Leser, indem der Autor ihn durch die personale Erzählform an den Gedanken und Erinnerungen seiner Figuren teilhaben lässt. Die einzelnen Kapitel betreffen abwechselnd Paul, Sara, Sonja, Tin; der jeweilige Name ist die Überschrift. Ein einziges Kapitel ist aus Sicht des Nachrichtenchefs des Magazins, für das Paul schreibt, erzählt.
Die fließende, leicht zu lesende Sprache zeigt einige interessante Metapher, zum Beispiel beobachtet Paul ein Moskito in einem Spinnennetz. Interessant ist es auch, die Gedanken und Überlegungen der Protagonisten zu lesen, die oft im Gegensatz zum sichtbaren Verhalten und Handeln stehen.
Fazit
In der Realität sind die Dinge, die den vier Personen passieren, zwar wichtig, aber nicht so außergewöhnlich, wie sie es für sich selbst empfinden. Der Autor macht sich nicht die Mühe, auf die Auswirkungen der Ereignisse einzugehen, er bleibt vage, bei einem „vielleicht, vielleicht auch nicht“. Der ironisch gemeinten Gesellschaftskritik fehlen leider Humor und Ironie, dadurch versickert alles in 240 schnell zu lesenden Seiten von enttäuschender Mittelmäßigkeit.
Birgit
aus Deutschland
4/5
16.06.2019
eBook (ePUB 3)
Als Lektüre im Urlaub hat mir…
Als Lektüre im Urlaub hat mir der Roman ausnehmend gut gefallen. Der Autor lässt die sehr unterschiedlichen Protagonisten aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählen - selbstironisch, kreativ und witzig. Ich kenne und schätze den Autor von seinen Beiträgen in der SZ.