Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.02.2018
Verlag
Paul Zsolnay VerlagSeitenzahl
256 (Printausgabe)
Dateigröße
2454 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783552063723
Kutzenberger hat einen Schreiburlaub in Griechenland geschenkt bekommen. Jetzt könnte er endlich seinen Roman anfangen, wäre da nicht Friedinger, der ihm eine abenteuerliche Geschichte von verbotenen Waffenlieferungen und heimtückischen Morden erzählt, einem Skandal, in den die Spitzen der Politik verwickelt sind. Zu wem wollte der Pakistani, dessen Leben auf dem Linzer Voest-Parkplatz jäh endet? Was will der anonyme Anrufer, der Friedinger vor der Gefahr warnt, in der er nun schwebt, und warum führt eine Spur nach Amstetten? In Kutzenbergers Roman über Kutzenberger wechseln Zeit- und Handlungsebenen in rasantem Tempo, und Autor und Held drehen sich ebenso kunstvoll wie selbstironisch um sich selbst.
Kundinnen und Kunden meinen
Friedinger wühlt auf
Luis Stabauer aus Wien am 01.05.2018
Bewertungsnummer: 1100982
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Friedinger: Erinnerungen an mein Linz der 70er und 80er Jahre, an die Wortgefechte mit Oberbetriebsrat Ruhaltinger, die Fastenaktion gegen die von der Regierung geplanten Panzerlieferungen nach Chile, an das Buch „Die Panzermacher“ des damals noch ungrünen Pilz, an die Friedensmärsche und den Widerstand gegen Zwentendorf.
Stefan Kutzenbergers literarisches Spiel mit seiner Autobiografie ist beeindruckend. Es öffnet dem Leser, der Leserin eigene Fenster. Tatsachen oder Fiktionen dürfen erahnt werden. … „und um dann noch zu bemerken, dass das Biografische überhaupt im Begriff war, das Fiktionale zu verdrängen,“ … schreibt Kutzenberger als Kutzenberger.
Im Krimiteil führt uns die Biografie Friedingers zu den Untaten der Regierung, sowie der Voestalpine. Und er sinniert: „An den Busen seiner Mutter denkend liefen ihm die Tränen das Gesicht hinab, und es war gut, dass er sich jede psychologische Interpretation des Lebens von jeher verboten hatte.“
Das neue Linz legt sich zwischen die Zeilen. Friedinger und Kutzenberger sitzen in Magdalena und entwerfen ihre Stadt mit ihren Geschichten. Friedinger räsoniert, „dass (schon) Hermann Bahr für Karl Kraus immer der Herr aus Linz war und dass das als Beleidigung gemeint war.“
Ein großartiger Roman, wobei artig ist Kutzenberger ganz und gar nicht. Umso mehr ersinnt er Überraschungen. Bei der zehnten höre ich auf zu zählen. Gustav Klimt, Kommissar Vibeke, ein Transport der „Bull-Kanone“ und ein Sektionsschef bringen am Ende doch noch Licht in den Kriminalfall.