Der konservative Unregierbarkeitsdiskurs zwischen 1970 und 1980 Versuch der Sinngebung in der Krise oder nur ein Nebenaspekt der zeitgenössischen Gegenwartsdeutung?
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
Fr. 17.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
12.01.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
658 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668609747
Die Wahrnehmung einer - wie auch immer gearteten - Krise der Politik hat sich auch im politikwissenschaftlichen Diskurs in der Diagnose der "Unregierbarkeit" niedergeschlagen. Die Debatte hatte ihren zeitlichen Schwerpunkt zwischen 1970 und 1980. Die Frage, ob westliche Demokratien dabei sind, ihre "Regierbarkeit" einzubüssen, sei nicht nur in der deutschen Politikwissenschaft, sondern auch unter Fachvertretern in Westeuropa und den USA diskutiert worden. Gleichzeitig stünden hinter dem Begriff verschiedenste Definitionen und Interpretationen, die grob nach politischen Lagern - kapitalismuskritische Linke und Konservative - eingeteilt werden könnten. Die Bedrohung staatlicher Autorität, vor allem in Fragen der sittlichen Normen, durch gesellschaftlichen Widerstand sei der zentrale Topos der konservativen Autoren wie Wilhelm Hennis gewesen.
Um ein differenziertes Bild der Debatte zeichnen zu können, soll in der vorliegenden Arbeit ein Ausschnitt des konservativen Diskurses betrachtet werden, nämlich einige Beiträge aus den zentralen Sammelbänden, herausgegeben von Wilhelm Hennis, Peter Graf Kielmannsegg und Ulrich Matz. Die Autoren beziehen sich ausserdem auf westliche Demokratien allgemein.
Die Auswahl und Vorgehensweise soll einen Vergleich zwischen den Positionen der Akteure ermöglichen. Die Schwerpunkte der inhaltlichen Analyse sollen jeweils auf der Definition von (Un-)Regierbarkeit liegen, weiterhin auf den durch die Autoren wahrgenommenen Indizien und ihrer Interpretation, der Diagnose und ihrer zeitlichen Verortung in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, sowie den vermuteten Ursachen.
Sehen die betrachteten Autoren als Ursachen der diagnostizierten (drohenden) Unregierbarkeit kurzfristige Krisensymptome politischer und sozioökonomischer Art beziehungsweise mittelfristige gesellschaftliche Wandlungen an, oder längerfristigere Tendenzen, die sich nicht im Sinne einer reinen Gegenwartsdiagnose der krisenhaften 1970er interpretieren lassen?
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.