Möglichkeiten und Grenzen schulpsychologischen Handelns am Beispiel von Schülerdepressionen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.11.2002
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
407 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638155090
Und er nannte es "Koteletts",
Weil das der Name seines Hundes war, und
darum ging es.
Und der Lehrer gab ihm eine "Eins"
Und einen Goldstern,
Und seine Mutter hängte es an die Küchentür
Und las es allen seinen Tanten vor ...
Einmal ... schrieb er noch ein Gedicht.
Und er nannte es "Unschuld mit Fragezeichen",
Weil das der Name seines Kummers war, und
darum ging es.
Und der Professor gab ihm eine "Eins"
Und einen sonderbaren, festen Blick.
Und seine Mutter hängte es niemals an die Küchentür,
weil er es sie niemals sehen liess ...
Einmal, um drei Uhr morgens ... versuchte er noch
ein Gedicht ...
Und er nannte es absolut nichts, denn
darum ging es.
Und er gab sich selbst eine "Eins"
Und einen Schnitt in jedes feuchte Handgelenk
Und hängte es an die Badezimmertür,
weil er es bis zur Küche nicht mehr schaffte.
Zutiefst deprimiert zu sein ist für Erwachsene eine traurige, einsame und manchmal tragische Erfahrung. Dass sich das bei Kindern oder Jugendlichen sogar noch verheerender auswirken kann, machen die Worte eines 15-jährigen Jungen deutlich, der dieses Gedicht zwei Jahre vor seinem Freitod schrieb.
Schule war nie kinderleicht und problemlos, weder für Schüler noch für Lehrer. Ein wesentlicher Grund ist wohl, dass die Entwicklung vom Schulanfänger bis zum berufsfähigen Schulabgänger lang und kompliziert ist und von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn Schüler auf diesem beschwerlichen Entwicklungsweg in Schwierigkeiten geraten. Die Unbeschwertheit ist schon lange kein übliches Privileg der Kindheit und Jugend mehr. Man nahm lange Zeit an, dass nur Erwachsene an depressiven Störungen leiden können. Nun hat sich im Laufe der Zeit jedoch herausgestellt, dass auch bei Kindern und Jugendlichen Depressionen vorkommen.
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