Die Inszenierung als Utopie
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.02.2002
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
188 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638112086
So fand Heissenbüttel mit der Form der (Gegen)utopie einen Weg Historisches literarisch zu inszenieren sowie - damit - Gegenwärtiges sichtbar zu machen. Für ihn wurde diese u.a. zur Möglichkeit, um auch das totalitäre NS-Regime und dessen nicht nur direkte Folgen darstellbar zu machen sowie für Reflexionen zu öffnen.
Die folgende Arbeit wird sich mehr mit der Erzähltheorie Heissenbüttels, die hinter diesem Ansatz steckt, beschäftigen - wobei lediglich auf die (anti)utopische Erzählweise Heissenbüttels eingegangen wird - als sein literarisches Werk im all-gemeinen zu beleuchten. Dabei soll trotzdem auf eine beispielhafte Analyse einer seiner Novellen, `Wenn Hitler den Krieg nicht gewonnen hätte (1979)'2, nicht verzichtet werden.
Um einerseits die Beinahegleichsetzung von Wissenschaft und wissenschaftlicher Vorgehensweise mit Literatur innerhalb der Heissenbüttelschen Erzähltheorie nachzuvollziehen zu machen, andererseits aber auch Parallelen Heissenbüttelscher Utopiedarstellung zu einer Form der `wissenschaftlichen Utopie', genauer: der Kontrafaktischen Geschichtsschreibung zu verdeutlichen, widmet sich die vorliegende Arbeit einer Analyse beider Ansätze. So soll die Form der Inszenierung, wie Heissenbüttel sie mit seiner Novelle wählt, im Hinblick auf Teile seiner Erzähltheorie genauso untersucht werden wie der damit, möglicherweise vergleichbare, aber doch unbestritten verwandte Ansatz, den die Geschichtswissenschaft nutzt.
Es soll also Vergleichbares zwischen Aussagekraft der literarischen Utopie (nach Heissenbüttel) und (wissenschaftlichem) Nutzen von Uchronie verdeutlicht werden. Ein Blick auf die Plausibilität des literarischen wie des wissenschaftlichen Verfahrens in Bezug auf die Darstellbarkeit von NS-Zeit und Holocaust bildet den Abschluss der vorliegenden Arbeit.
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