Heinrich Böll 'Kreuz ohne Liebe'. Romaneskes Schreiben zur Überwindung von Sprachlosigkeit
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.06.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
104 (Printausgabe)
Dateigröße
284 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638285148
"Es war so unglaublich schwer, kurz nach 1945 auch nur eine halbe Seite Prosa zu schreiben".
Trotzdem schafft es Heinrich Böll 1946 einen ganzen Roman mit immerhin 200 Manuskriptseiten Text zu verfassen. Fiel es ihm also wirklich so schwer wie im Zitat oben behauptet? Oder zeigt sich in diesem "Trotzergebnis" ein Böllscher Charakterzug?
Mit der Heimkehr nach Köln waren zwar die Schrecken des Krieges überstan-den, aber seine Folgen noch lange nicht. Heinrich Böll fand seine Heimatstadt völlig zerstört vor. Hunger und Existenzängste waren von nun an die ständigen Begleiter für ihn und seine Frau Annemarie. Der frühe Tod seines ersten Sohnes Christoph, im Oktober 1945, war zudem ein weiterer schwerer Schlag für das jun-ge Ehepaar. Als Hilfsarbeiter in der Schreinerei seines Bruders Alois verdient Böll den Unterhalt für das Allernötigste.
Die Zeitumstände liessen es vorerst also gar nicht zu, dass Böll viel Zeit zum Schreiben aufbringen konnte. Dennoch wollte er sich von diesem Vorhaben nicht abbringen lassen. In einem Brief vom 15. Oktober 1946 äussert Böll gegenüber Ernst-Adolf Kunz:
Und meine eigentliche Arbeit, meine grosse Freude und meine grosse Not ist, dass ich abends schreibe; ja, ich habe das Wagnis begonnen und schreibe...
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