Der Völkerbund in der Krise der 30er Jahre
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.10.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
140 (Printausgabe)
Dateigröße
576 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638312189
Dieser bis dahin grösste militärische Konflikt der Menschheitsgeschichte stellt eine der wichtigsten Zäsuren in der neuesten Geschichtsschreibung dar. Die durch den Krieg entstandenen schwerwiegenden Folgen sollten das Leben der künftigen Generationen bis zum heutigen Tag beeinflussen.
Das Mächtegleichgewicht in der Welt hatte sich mit dem Ende des Krieges tiefgreifend verändert. Die einstige grosse Weltmacht, das britische Empire, wurde von den USA zusehends verdrängt. Ehemalige Grossmächte, wie Österreich-Ungarn, Russland und das Deutsche Reich, hatten ihre bedeutende Stellung im internationalen System eingebüsst. Durch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen sowie durch den neu erstarkenden Nationalismus in vielen Staaten Europas wurde neues Konfliktpotential geschaffen, das sowohl innergesellschaftlich als auch nach aussen hin zu einer Belastungsprobe für die Staaten und die internationalen Beziehungen wurde.
Die Beschaffenheit der Friedensverträge rief schon bei der Unterzeichnung den Revisionswillen der Verliererstaaten, allen voran Deutschland s, hervor, und auch die "Pariser Left-overs"2, Problematiken, die sich aus dem Krieg ergeben hatten, während der Verhandlungen aber noch nicht gelöst werden konnten, stellten die in Paris geschaffene Nachkriegsordnung immer wieder auf die Probe. "In Europa hatte kein Krieg seit Bismarck (...) die Landkarte so stark verändert, wie es die Friedensschlüsse, die den Ersten Weltkrieg beendeten, zuwege brachten. Der eigentliche "Revolutionär" im Staatensystem Europas war der Erste Weltkrieg (...). Doch die alten und die neuen Staaten blieben in ihrer Mehrzahl unbefriedigte Staaten."3 Diese Faktoren, die alle zu den Folgeerscheinungen des Ersten Weltkrieges zählen, sollten dazu beitragen, Europa und den Rest der Welt nur 20 Jahre später in die nächste Katastrophe stürzen.
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