Die Römer in Großbritannien
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.07.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
500 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638208994
Jedoch gelang es erst dem römischen Kaiser Claudius 43 n. Chr. die Insel dem
Römischen Reich einzuverleiben. Dieses gelang ihm durch die Zersplitterung der
Kelten in viele Stämme, die sich nicht erfolgreich zur Wehr setzen konnten. Das
römische Invasionsheer landete im heutigen Richborough (damals Rutupiae) in
Südostkent und drang von dort aus bis zur Linie der heutigen Städte Exeter, Bath,
Leicester, Lincoln bis zum Humber vor. Die Grenze stellte der sogenannte Foose
Way dar. Die Militärstrasse trägt diesen Namen aufgrund der Gräben (lat. fossae)
aus denen das nötige Baumaterial entnommen wurde.1
Erst die Königin Boadicea, die sich nach dem Tod ihres Mannes von den Römern
ungerecht behandelt fühlte, wagte es sich gegen die Römerherrschaft
aufzulehnen.2 Sie führte die Ikener und andere Stämme im Jahre 60 n. Chr. im
Gebiet des heutigen East Anglia in den Krieg. Der Aufstand wurde von den
Römern erfolgreich abgewehrt und die weiteren zweieinhalb Jahrhunderte regierte
der Frieden in der römischen Kolonie. Lediglich an den Grenzen zum Reich gab
es gelegentliche Auseinandersetzungen mit der nichtromanisierten Bevölkerung.
Die Römer drangen weiter in den Westen und Norden vor und konnten das
heutige Schottland jedoch nicht erobern. Um das erkämpfte Gebiet gegen die aus
dem Norden Schottlands stammenden Pikten zu verteidigen errichteten sie in den
Jahren122 bis 128 n. Chr. einen Schutzwall, der sich von der Tynemündung beim
heutigen Newcastle upon Tyne im Osten bis zum Solway Firth bei Carlisle im
Westen erstreckte. Den Befehl dazu gab der Kaisers Hadrian, nachdem der Wall
benannt wurde. Für nur wenige Jahre konnten die Römer den 142 n. Chr. im
Norden des Hadrianwalls errichteten Antoniuswall (benannt nach dem Kaiser
Antonius Pius) halten. Er erstreckte sich vom heutigen Glasgow bis Edinburgh.
Die Gegenwehr der Pikten (Picts) war so stark, das er bald wieder aufgegeben
werden musste. [...]
1 Quelle 3, Seite 20
2 Quelle 2, Seite 21
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